So brausend und bebend von allen Heimlichkeiten roh gewordener Lebenstriebe, liegt der Garten in sonnenheißen Sommergluten.

Aber all das brünstige Glühen und Blühen darin ist ohne jeden Sinn und Ziel. Es muß ersticken an sich selbst, sich auflösen in sich selbst und zur Sinnlosigkeit des Chaos zurückkehren, da kein Wille der Liebe ihm die Wege zur reinen Schönheit weist.

Denn der Sinn alles Lebens wird immerfort durch den starken Willen der Liebe aus der Finsternis des Chaos zur Wirklichkeit der Schönheit erlöst, deren tiefstes Geheimnis die Gesetze der Form und Ordnung sind. Ohne diesen Willen der Liebe stirbt alles Leben an sich selbst, verfängt sich in die Hemmungslosigkeit seiner Urfülle, an der Ziellosigkeit seiner Wege, an der Brunst seines triebhaften Dranges.

Die Liebe aber heiliget alles Leben.

Ohne sie verbleibt es ein verwunschenes Chaos ohne Sinn und Ziel.

So mußte dieser Garten verderben, da er keine Liebe mehr über sich fand, die seinem Leben einen Willen gab und seiner Schönheit Fülle an das Maß der Ordnung band.

Der Garten der Hoffnung

Wie ein Warten liegt es in diesem Garten.

Ein Warten auf etwas Kommendes.

Auch wie Lauschen ist es auf Schritte, die drinnen im stillen Heim leise umhergehen, wie die Schritte jener zu tun pflegen, die eines leidenden Körpers nicht ganz sicher sind.