Das heißt ein heimlich Paradies haben, in dem du alles Göttliche in dir aufblühen und erglühen fühlst.

In jedem Garten wird die beste Sehnsucht eines Menschen zur Erfüllung. Darum gehe an keinem vorüber, der dir offen am Wege steht.

Tritt in jede Türe eines Gartens, die unverschlossen blieb, und hole dir einen Trunk aus dem Paradiese, der dir bis in die Wurzeln deines Wesens zur Labung wird.

Fühlst du, wenn du eintrittst, wie plötzlich dein Herz in dir so seltsam still wird. Wie dein Auge aufleuchtet in tiefer Ergriffenheit und ein Hauch des Friedens über die Unruhe deiner Seele geht?

Und wie alle Farben, alles Duften und Blühen umher zu dir redet, dich halten und locken will zu seiner rührenden Schönheit, zu seiner sanften Stille, zu all den heimlichen Rätseln, die aus seinem scheinbar so strengen Kreise der Einfachheit tausendfach hervorbrechen.

Und schwer wirst du zur Schwelle zurückfinden, wenn du eintratest. Denn jeder Garten hat ein ander Angesicht, in das zu schauen eine tiefe Wonne ist.

Erkennen wirst du auch den, dem er gehört.

Und oftmals wirst du dessen Seele heimlich grüßen und einen Hauch seines Wesens mit fort nehmen, auch wenn du nie sein leiblich Angesicht erblickst.

O ihr ruhenden Gärten der Erde –

Oasen der Erinnerung seid ihr an jenen seligen Garten des Anfangs, in dem alle Schönheit ohne Ende war.