Rührt mir nicht an dieses Hauses Linien,
Ihr zerstörend grausamen Gewalten.
Lasset einmal euren Schritt, ihr Zeiten,
Weg von dieser teuren Schwelle halten.
All der Dank, der wie ein tiefes Beten
Zu der stillen Klause aufgestiegen,
Soll sich wie ein Schutz um seine Mauern legen,
Wie ein Sturm sie wachsam rings umfliegen.
Nicht ein Baum soll je hier traurig sterben,
Und kein Stein vermodern und verderben,
Keine Latte sich am Zaun verschieben,
Und kein Nagel rosten – denn wir lieben,
Lieben – lieben über alles diese Stätte, dieses Haus.

Der seltsame Garten
(Münchener Hofgarten)

Dieser Garten liegt nicht unter denen, die ich euch zeigte. Draußen, mitten in einer großen schönen Stadt ist er zu finden.

Viele Menschen kennen ihn.

Wenn sie hören, was ich von ihm weiß, erkennen sie ihn gewiß.

Er ist die Seele der Stadt.

Und von einer seltsamen Lockung gezogen, strömen Tag um Tag die Scharen der Menschen zu ihm hin.

Er ist nie leer und einsam.

Immer geben pochende Herzen Antwort auf die Geheimnisse, die unter seiner vornehmen Stille ruhen.

Es ist ein Garten.