Träume wandeln auf allen Wegen.
Und die Wellen jeder Sehnsucht brechen sich an den Ufern dieses Meeres von Einsamkeit und Ferne.
Alle Wirklichkeit spricht hier eine neue Sprache. Der große Schwung der Linien, die diesen Garten umgrenzen, scheinen abgelöst von den andern Bauten umher, wie die architektonische Idee an sich im Raume zu stehen.
Das Leuchten der Blüten im schimmernden Rasengrün ist eine Symphonie von Licht und Farbe.
Und die Rhythmen der Musik, die der Mitte des Gartens entstrahlen, sind die tönenden Stimmen all der Sehnsucht, die aus den pochenden Blutwellen der träumenden Herzen umher auf- und niederfluten. –
Und daß dort auf dem breiten Baumgang unter hängendem Goldgrün geräuschlos und ohne jeden Prunk eben ein König über die stillen Wege fährt und mit milder Güte auf all diese bunte Menge blickt – das gehört so ganz zu dem Traumbilde dieses seltsamen Gartens, daß es von niemanden als etwas Besonderes empfunden wird.
Wenige gibt es, die diesen Garten nicht kennen.
Und keiner, der ihn kennt und ihn nicht liebte.
Diesen seltsamen Garten, der aus geraden Linien und hellen geheimnislosen Quadraten eine mystische Perspektive schafft, die aus den Elementen der Stille, des Rausches, der Verlorenheit des Traumes und den schäumenden Wellen der Sehnsucht sich aufbaut zu etwas tief Unvergeßlichem dem, der es mit der Seele schaut.