Wie ein hypnotisches Fluidum steht die sonnendurchgoldete grüne Laubdämmerung über ihnen und deckt alle Unruhe und Unrast, alles Suchende und Gequälte, jede Not und jede Sehnsucht, die an dieses goldene Ufer landet mit einer weichen Wolke sanfter Vergessenheit zu. Aufgelöst zu sich selbst, erlöst von sich selbst, losgelöst von Raum und Ding, versinkt Denken und Wollen in dem grüngoldenen Licht, in einer verklingenden Zeitlosigkeit, die Traum und Wirklichkeit – Ferne und Nähe – Jetzt und Dann – dich und die andern in einen Rausch seltsamer Entrücktheit mischt.

Wie ewige Jugend liegt es über diesen Menschen. –

Jugend, die Glut ist und Licht und alle Seligkeit entzündet, die an den tiefen Seen der Seele blüht.

Jugend, die alle Schatten und Finsternisse überwindet, die neben aller Schönheit ihrer Stunde warten.

So im Traum und Rausch versonnen und versponnen sitzen die Menschen Tag um Tag in diesem seltsamen Garten.

Wie auf einer Insel der Seligen.

Draußen ganz dicht und nahe brausen die Wellen der fiebernden Großstadt. Dröhnen die Schläge der Glocken, die Stunde von Stunde scheiden. Rennt, jagt, fährt und saust jedes Tempo jeder möglichen Bewegung, ist die Luft erfüllt von Ziel und Zweck.

Zu den Gestaden dieses seligen Gartens aber dringt nichts davon herein, ob er gleich nur durch weit offene Tore vom Bilde der Straße sich trennt.

Hier ist Vergessenheit und Stille.

Hunderte von Menschen und dennoch kein Lärm.