Mit einem Satze war der König an der Thüre und riegelte zu. „Ich bin nicht zu sprechen,“ rief er hinaus.

„Wer ist’s denn?“ fragte das junge Weib.

Aber der König sagte nur „ach!“ und der Sonnenstrahl war auch fortgehuscht. Da meinte sie, es sei Zeit und ging auch.

„Du kommst aber wieder, du bist ja nun meine Braut.“

Als sie das nächste Mal zu ihm wollte, ging sie durch den Garten. Ein Vöglein hüpfte auf dem Sandweg. Wenn sie es haschen wollte, war es ein paar Schritte weiter, drehte das Köpfchen nach ihr um und hielt still.

So ging es, bis sie endlich tief im Schloßpark stand. Es rischelte und raschelte und am Wege standen drei alte Runzeldamen. Sie hatten alle Drei den Drachenorden I. Klasse an der Kette umgebunden und sahen sehr böse drein.

Vor Schreck blieb die junge Frau stehen. Die Drei aber sprachen wütend: „Warum ist der Himmel blau und der Frühling grün und warum die Frauen schön! Und können wir auch nicht beglücken, so können wir doch schaden.“

Dann riefen sie einander zu: „Du hast ihn verdorben, du hast ihn verdorben, du hast ihn verdorben.“ Nachher schrien sie so aufeinander, daß das junge Weib davonlief und ganz atemlos in den Audienzsaal kam.

„Höre mal,“ sagte sie dem König, „da bei dir ist es doch nicht so schön, als ich dachte.

Da sah ich drei...“