AUGUSTE: Wir wollen de Jungens en Liter Waldbeeren abkaufen, dann hab’n se Ruh. (Sie nimmt aus Frau Sonntags Portemonnaie im Schlüsselkorb, ohne Antwort abzuwarten, Geld. Marta und der Inspektor werden sichtbar im Garten. Eduard wendet den Kopf zum Fenster hin. Frau Sonntag rafft sich auf.)

Fr. SONNTAG: (gepreßt) Sie sollten es Dir selbst sagen, Eduard.

EDUARD: (Kleine Pause.) Schamloser konntest Du Deinen Sohn Heinrich nicht verraten. (Kleine Pause.) Mein armer Bruder, ein flüchtender Soldat, ging er verzweifelt in den Tod .....

Fr. SONNTAG: Damit gibst Du ja seine Schuld zu.

EDUARD: Es steht Dir nicht, Mutter, mich meuchlings überführen zu wollen.

Fr. SONNTAG: Ich verstehe nicht, was Du eigentlich gegen Dr. v. Simon hast.

EDUARD: Dasselbe, was Du gegen ihn hast, Mutter, darum wagtest Du auch nicht, mir von der Katastrophe selbst Mitteilung zu machen.

Fr. SONNTAG: (etwas finster) Ich fürchte mich vor meinen Kindern nicht, selbst vor Dir nicht, Eduard.

EDUARD: (Kleine Pause.) Erinnere Dich doch, welchen Verdacht Du gestern noch gegen ihn aussprachst.

Fr. SONNTAG: (hochmütig) Ich hab ihn mir eigentlich erst heute morgen angesehen.