EDUARD: Der Mann bringt wahrhaftig kein Opfer.

(Auguste öffnet zögernd die Zimmertür, sie hält einen großen Rosenstrauß in der Hand, zwischen den Blättern liegt eine Karte. Sie versucht sich mit Frau Sonntag schweigend zu verständigen.)

Fr. SONNTAG: Nicht wahr, Auguste, Herr Dr. v. Simon ist doch der richtige Mann für das Fräulein? (Auguste schlägt erstaunt die Augen auf und dann mit zufriedenem Lächeln.)

AUGUSTE: Von das Fräulein Oberbürgermeister ....

(Sie stellt den Strauß zärtlich in eine Vase.)

EDUARD: (spöttisch) Du fragst doch sonst Deine Dienstboten nicht.

Fr. SONNTAG: Sie können gehen.

AUGUSTE: (greift in die Schürzentasche) Un das soll ich die Madame von dem längsten Bengel draußen geben un er wünscht ein langes Leben.

Fr. SONNTAG: (Nimmt das Couvert gedankenlos hin, spielt damit, legt es dann schließlich auf den Tisch.)

AUGUSTE: (zu Eduard) Ich glaub, dem Liesken sein Bruder war’s, der Kerl mit der langen Nas und de grüngemalten Hände. Seine Bux hat er aufgekrempelt bis über de Knie. (Auguste bleibt bei der halbgeöffneten Zimmertür unbemerkt stehen.)