Lange ANNA: Du lauerst wohl aus Dein Deckel?
(Carl und August kommen schwankend Arm in Arm aus dem Wirtshaus. Carl sieht grenzenlos verändert aus. Seine alte Primanermütze trägt August umgedreht auf einen Stock gespießt. Die drei Herumtreiber lachen, Carl erblickt Eduard.)
CARL: Nen Abend, Eduard, wie geht es mein Schatz Marzebillken? Se will mich doch heiraten. Ijo, ijo! (zu sich selbst sprechend im Ton seiner Großmutter) Carl, hast De Deine Großmutter lieb? (Kleine Pause. Im seligtrunkenen Ton) Ich hab Dich ja so lieb, Eduard.
AUGUST: (neidisch; er schwankt ebenfalls) Laß doch den Hungerleider stehn, Carl, er soll sich das Haar schneiden lassen.
AMADEUS: (zu August) Zeig meine beiden Kollegen molz de heilige Eva aus Deine Brieftäsch, Aujust. (Die Brieftasche hängt August aus der Hosentasche.)
EDUARD: Das ist Pius’ Brieftasche. (Es beginnt ein Wehen in der Luft.)
AMADEUS: Ein Spruch aus lateinlich steht auf der Hinterseit’.
EDUARD: (Er umfaßt Carl hinterrücks) Helfen Sie mir doch, Amadeus.
AMADEUS: Ich kann ihm nich untergreifen, mein gläsern Herz bricht in Splittern. (Wehleidig) En Sprung hat es schon.
Lange ANNA: Nehmt mir in de Mitte, versoffne Brüders. (Er stößt Eduard zurück, der taumelnd an Frederechs Brust fällt. Lange Anna drängt sich zwischen Carl und August.)