BERTA: Donnerstag. (Verwundert.)

Mutter PIUS: Das dumme Weib, geärgert hat sie sich, daß der Coeurkönig nich bei ihm lag und es zwanzig Jahr auf einen warten muß. Un da hat es Dir vor Neid angeschmiert. Nä, Berteken, daß De so dumm bist!

BERTA: Ich werd’s der besorgen!

Mutter PIUS: Laß man, es is ja en arm Dier mit sein scheeles Aug und seine schiefe Schultern, laß man Berteken.

AUGUSTE: (steht im Seitengang, der aus der Küche in den Garten führt, zu Berta) Wo bleiben Se denn? (Mutter Pius gewahrend, eilt sie zu ihr.)

Mutter PIUS: (zu Berta) Ich hab auch de Madame schon rufen hören. (Berta geht geziert ins Haus. Mutter Pius nähert sich gewandt dem Pavillon, bückt sich, um durch die Ritzen besser sehen zu können.)

Mutter PIUS: (zu Auguste) Ich habe ihm nur durch die Ritzen gesehen, ich muß mir jetzt beeilen, das Liesken von Puderbach hat de Windpocken.

AUGUSTE: Was Se nich alles verstehen (glotzäugig, gläubig.)

Mutter PIUS: (nimmt ihr Körbchen am Arm und reicht Auguste die Hand.)

AUGUSTE: Hab’n Se denn unsere Frau schon gesprochen?