LIESCHEN: Der kömmt doch hierhin nicht. (Das Karussell steht still, die Leute springen ab. Es steigen unter andern wüste Männer und Weibsstücke ein, welche toben und kreischen. Heinrich springt jäh mit Lieschen in einem Satz herauf. Mutter Pius steht plötzlich vor dem Karussell; Lieschen ist im Begriff, sich auf den Leoparden zu setzen und Heinrich sitzt schon auf dem Lamm.)

Mutter PIUS: (zu Lieschen) Das laß ich mich gefallen mit so en artigen Herr, mein Herzeken.

Ein Weibstück: (zu Lieschen) Laß mich ens beißen von das süße Herz.

LIESCHEN: (zu Heinrich) Nä, dat kriegt der Aujust. Er guckt sich de Augen nach aus und schämt sich, in de Leckersläden zu gehen. (Kleine Pause.) Daß es noch nich anfängt!

(Arbeiter treten ungeduldig mit den Füßen. Ein Geschäftsfreund von Heinrich im grauen Zylinder tritt mit je einem Schatz am Arm ans Karussell.)

Der Geschäftsfreund: (zu Heinrich) Nun, Sie alter Sünder! (Das Karussell bewegt sich.)

HEINRICH: Steigen Sie noch rauf! (Sie springen herauf.)

Gassenkind: Nehmen Se mir doch auch mit, Herr! (Die Musik spielt wieder: „O, Du lieber Augustin etc.“.)

Mutter PIUS: (zynisch zu Allen) Wünsch euch ne angenehme Hochzeitsreis! (Sie kehrt schleunigst an ihre Bude zurück. Es kommen die Herren mit den grauen Zylindern, [Bekannte von Heinrich] mit einer Anzahl Schätze und springen im beginnenden Tempo aufs Karussell. Arbeiter drängen die Weiber rücksichtslos ins Innere hinein, da sie auch den Ring greifen wollen. Das Karussell dreht sich wie ein Wirbelwind. Dr. v. Simon und Berta kommen aus der Bude der Riesendame — sie gehen beide auf das Karussell zu.)

BERTA: Ist das nicht der Heinrich?