AMADEUS: (Auf Heinrich zeigend.) Da wandelt mein Todeskandidat.
Mutter PIUS: (kommt von ihrer Bude zurück, in der einen Hand einen Korb, in der andern die Kindermumie, ihr zweiter Kopf angefertigt aus Lumpen, baumelt am Rumpf herunter.)
Mutter PIUS: (zu Lieschen) Ich will mir hängen lassen, wenn es nicht Dein Krakehler von Vater gewesen war. (Lieschen läßt vor Müdigkeit den Kopf hängen; schauert auf, als Mutter Pius ihm die kleine Mumie reicht.)
Mutter PIUS: (zynisch) Halt ens Dein Zwilling fest; (Mutter Pius befestigt den Kopf wieder an dem Rumpf. Die Riesendame grinst aus dem Fenster.)
Mutter PIUS: Nu komm man rasch, sonst pumpt mir die Rosa (Auf die Riesendame weisend) wieder an, und de Mutter Pius kann nicht „Nä“ sagen.
(Sie wollen beide eilig über den Platz gehen, als Lieschen stehen bleibt, jäh Mutter Pius’ Schoß umfassend.)
LIESCHEN: Ich dank Dir auch vielmals für alles, liebe Mutter Pius. (Sie eilen weiter, die Riesendame läßt die grün und gelb gestreifte Jalousie ihrer Bude herunter, die fällt gleichzeitig wie der erste Vorhang über die ganze Bühne.)
VIERTER AKT
(Im Arbeiterviertel wie im ersten Aufzug.)
Schornsteine dampfen und pfeifen in der Ferne jenseits der Wupper. Die Wupper ist bewegt und dunkelrot verfärbt. Fabrikarbeiter und Arbeiterinnen sind auf dem Wege zur Fabrik. Jungen ziehen Milchkarren und Kinder laufen in die Bäckereien, Frühstück auszutragen. Über die Brücke geht dem Häuschen von Pius zu, Eduard.