Aber sie hört ihn nicht. Sie stellt sich vor einem Kahn auf und ruft: »Tom!« Da rennt ein Pudel bellend zur Bordwand, ein blonder Knabenkopf stößt in die Höhe, und dann setzen sie beide, der Junge und der Hund, mit einem Sprung auf die Kaimauer.

Schwester Emmi wird fast umgerannt, so stürmisch ist die Begrüßung des kleinen Tom, und so heftig zerrt der Pudel an ihrem Rock. Sie sind beide von ihrer ersten Ausfahrt zurückgekommen.

»Ich glaube, Junge,« ruft die Schwester aus, »du bist inzwischen wieder größer geworden! Hast du dich heute auch schon gewaschen?«

Nein, gewaschen scheint er noch nicht zu sein, aber er hat blitzblanke, saubere blaue Augen, und er ist seines Vaters Sohn!

Nun hat auch Felix Friemann endlich bei Schwester Emmi Anker geworfen.

»Schwester eins«, sagt er atemlos. »Warum laufen Sie mir denn davon?«

»Ach, Sie mit Ihrer eins. Wo ist denn die Schwester zwei?«

»Wenn Sie nicht bald etwas netter werden, beantrage ich sie bestimmt.«

»Ph — ich warte nur darauf.«

»Aber ich habe Ihnen eine große Neuigkeit zu melden. Sie werden staunen!«