Joachim Becker ist sehr blaß geworden. »Wir wollen einen Hafen verwalten und keine Erze fördern«, sagt er ruhig.
»Deswegen kann man das neue Gelände richtig ausnutzen«, gibt der Kommerzienrat zurück.
»Wenn der Aufsichtsrat es durchaus verschachern will, so steht es ihm frei.«
Über das gelbe fette Gesicht des Kommerzienrats zieht eine flüchtige Röte. Seine runden Augen, die denen seiner Tochter so verblüffend gleichen, werden in der Erregung ebenso starr und ausdruckslos, wie sie bei Adelheid beweglich und sprechend sind, woraus man schließen kann, daß sie auch vom Verstand zu lenken sind, denn sie verbergen alle seine Gefühle.
»Du benutzt das Geld nur zum Ausgeben. Aber das Konsortium muß es heranschaffen. Wir wollen auch einnehmen.«
»Der Hafenbetrieb wird es bringen.«
»Das ist Zukunftsmusik. Wir müssen die Tatsachen nutzen. So kommen wir nicht weiter. Die Verträge mit der Eisenbahn sind auch noch nicht abgeschlossen. Wir können ohne den Gleisanschluß nicht arbeiten, wenn die Speicher fertig sind.«
»Wir werden schon rechtzeitig einig werden. Ich arbeite mit Hochdruck, aber man macht mir Schwierigkeiten wegen Lappalien und kommt mit bureaukratischem Formelkram dazwischen.«
»Eins der Aufsichtsratsmitglieder von den Banken wird demnächst eine Gesellschaft geben und einige Herren von der Bahn einladen.«
»Ich dachte, daß es bei uns auch auf dem geraden Wege gehen kann«, gibt Joachim Becker erregt zurück.