»Nein, der Direktor ist seit gestern verreist. Er ist ins Ausland gefahren«, sagt Herr Gregor.

»Seine Sekretärin könnte es gewesen sein«, meint Herr Karcher.

»So, diese Pute geht das gar nichts an, wann ich komme.«

»Also eine Frauenstimme. Das ist nur gut«, sagt Schwester Emmi. Ihr Gesicht hellt sich wieder auf. »Aber jetzt gehen Sie wohl, Herr Gregor?«

»Wenn ich hier im Hafen mit meinen Arbeiten fertig bin, werde ich gehen. Diese Herrschaften bilden sich wohl ein, daß ich nur der Pünktlichkeitskontrolle wegen erst ins Stadtbureau fahre und dann für die Hafenarbeiten extra wieder herkomme. Diese Bureaukraten —«

Er vollendet den Satz nicht, sondern steht an der Tür, um draußen weiterzusprechen, in der Erwartung, daß Schwester Emmi ihm folgt. Aber sie bleibt auf der Tischkante sitzen und blickt ihm bekümmert nach.

»Ich dachte, Sie wollten auch an die Arbeit —« sagt er enttäuscht. Sein langes Gesicht ist grau und übernächtig.

»Oh, ich habe heute schon mancherlei getan, aber nun muß ich hier wegen der Unterstützung der kranken Schifferfrau mit der Kasse telephonieren. Sie soll nämlich in ein Krankenhaus.«

»Ich glaubte, bei Frau Reiche wäre dafür auch ein Telephon.«

»Ach ja, aber jetzt bin ich hier.«