»Na, dann viel Vergnügen!« Herr Gregor schmettert wütend die Tür ins Schloß und trottet allein am Kai entlang der Hafenwirtschaft zu. Dieser Schürzenjäger kann keine zehn Schritte mehr ohne weibliche Begleitung gehn, und er ist unzufrieden mit allem, was Röcke trägt.

Schwester Emmi springt vom Schreibtisch herunter und lauscht angespannt auf seine Schritte.

»Warum sind Sie denn nicht mitgegangen?« fragt Herr Karcher, während er sich wieder mit seinen Eintragungen in den Büchern beschäftigt.

»Ach, weil ich nicht wollte.«

Dann schlüpft sie zum Fenster und drückt sich die Nase an den Scheiben platt, um bis ans Ende des Hafenbeckens und bis zur Kantine zu sehen.

»Und dann«, sagt sie nach einer ganzen Weile, nachdem Herr Gregor endlich durch das Hauptportal verschwunden ist, »und dann will er immer noch dieses und jenes erzählen und hält sich auf, und im Bureau warten sie auf ihn. Meinen Sie wirklich, daß es nur die Sekretärin war? Wollte sie etwas Bestimmtes von ihm?«

»Es kann auch jemand von der Personalabteilung gewesen sein. Aber das war sicher nur wegen der üblichen Kontrolle. Vielleicht wollte man auch hören, ob ich auf meinem Posten sei.«

»Nein, das wollte man sicher nicht. Sind Sie in Ihrem Leben schon einmal zu spät gekommen, Herr Karcher?«

»Ja, einmal in zwanzig Jahren.«

»Aber da hat sicherlich ein schwerer Grund vorgelegen?«