»Nein,« sagt sie, »dann wird man von den Menschen so angestarrt. Ich kann es auch von hier sehen.«

Das Klingeln des Telephons befreit sie in diesem Augenblick aus ihrer Verlegenheit, denn nun wird der Kapitän von ihr abgelenkt, und Rechtsanwalt Bernhard ist ihr schon etwas vertrauter. Sie stellen sich ans Fenster, während der Kapitän in den Apparat spricht.

Plötzlich hört Frau Adelheid ihn sagen: »Gewiß, Herr Kommerzienrat, also morgen früh.«

»Ach — Papa,« ruft sie aus und macht unwillkürlich mit erhobenem Arm einen Schritt zum Telephon.

Der Kapitän hat sie verstanden und bittet den Kommerzienrat, einen Augenblick zu warten.

Sie nimmt den Hörer.

»Ja, ich bin hier — Papa — Adelheid.« Sie sagt diese Worte mit ganz kleiner schüchterner Stimme, wie ein Kind, das zum erstenmal telephoniert.

Die beiden Herren sind höflich zur Seite getreten. Der Kapitän erkundigt sich nach den Prozessen, der Rechtsanwalt ist jedoch dafür, in dieser Angelegenheit an einem anderen Tage vorzusprechen.

»Ja — ja,« sagt Frau Adelheid nun mit fast ersticktem Ton. Rechtsanwalt Bernhard sieht plötzlich das vermißte reizende Lächeln auf ihrem heißen Gesicht. Es hält noch an, als sie den Hörer hinlegt und sagt: »Papa kommt sofort hierher.«

Dann setzt sie eine ernste hausfrauliche Miene auf und erwähnt den eigentlichen Zweck ihres Besuches: dem Kapitän behilflich zu sein. Sie fragt, ob er schon einen Tapezierer für seine Wohnung habe, und wie es mit der Reinigung stehe.