Er dankt ihr sehr herzlich, die Vorhänge und Gardinen habe heute nachmittag — soeben, ehe sie erschien — der Dekorateur befestigt, der mit den Geschäftsmöbeln kam. Die Reinigung könne die Frau übernehmen, die drüben im Lager das Kontor versehe.

»Ich dachte an eine Wirtschafterin, die man Ihnen besorgen könnte, des Essens wegen«, sagt sie hilfsbereit.

Nein, das sei nicht nötig. Er würde in der Kantine essen.

»Ach, Sie sind ja ein sehr anspruchsloser und praktischer Junggeselle.«

»Ja, das wird man mit der Zeit«, sagt er; aber weil sie sehr enttäuscht scheint, und damit sie den Zweck ihres Besuches nicht verfehlt habe, meint er, daß er in anderen Fragen gern ihren Rat erbeten hätte, in Geschmacksfragen bezüglich der Einrichtung. Ob er ihr die Wohnung zeigen dürfe.

»Ach ja.« Sie ist sehr erleichtert, und nun gehen sie zu dritt in die erste Etage.

Frau Adelheid gefällt alles sehr gut. Sie haben das Eßzimmer und das Arbeitszimmer besichtigt. In den Schlafraum hat sie nur durch die offene Tür einen scheuen Blick geworfen.

»Diese schönen alten Möbel,« sagt sie vor dem breiten Mahagoni-Schreibtisch, »sie haben sicherlich einen großen Wert.«

»Das kann sein. Für mich sind es jedenfalls kostbare Erinnerungen. Sie stammen noch von meiner Mutter.«

»Sie sind musikalisch?« fragt Rechtsanwalt Bernhard, mit einem Blick auf den Geigenkasten.