„Und was würde aus meinem versprochenen Walzer?“ fragte Herr Jansen.

„O, da könnte mich ja Marianne vertreten,“ gab sie zur Antwort und schmiegte sich zärtlich an den Professor. „Onkel Heinz, ich bleibe bei dir und singe dir alle deine Lieblingslieder vor.“

Etwas wie Rührung flog nun doch über das Gesicht von Onkel Heinz, und seine Stimme klang seltsam weich, als er sagte:

„Alte Kröte du! Auf dem Ball wirst du dich doch wohl besser amüsieren, als mit mir alten, langweiligen Knaben hier zu Hause. Nein, nein, gehe nur, dieser Unsinn gehört nun einmal mit zum Leben, wie so viele andre unnütze Geschichten. Ich gehe nach Hause und lese, das ist mir doch das liebste. Morgen vormittag [pg 178]komme ich dann mal vor und lasse mir von eurer Hopserei berichten. Alte, gute Kröte du!“

Er klopfte sie zärtlich auf die Backe.

Marianne und die Zwillinge waren inzwischen warm eingepackt worden, was für sie wieder eine Sache von größter Wichtigkeit gewesen war. Diese Angst, daß die Kleider und Blumen zerdrückt werden möchten – es war eine große Not. Leo stand mit der Uhr in der Hand dabei, während die geschäftigen Hände in fieberhafter Unruhe flogen, und durcheinander rief es:

„Wo habt ihr denn meinen Strauß hingelegt?“

„Beste Tante Nellie, hast du meine Handschuhe nicht gesehen?“

„Thusnelda, du hattest doch noch eben meinen Fächer in der Hand!“

„Mein Taschentuch hatte ich hier auf den Tisch gelegt, wer hat es denn fortgenommen?“