„Ist es denn wahr?“ fragte sie Althoff mit tränenerstickter Stimme; „das ist ja fürchterlich.“ Er nickte und ließ sich in einen Stuhl fallen, indem er den Kopf müde in die Hand stützte.
„Die arme, arme Flora, das süße kleine Käthchen,“ jammerte Ilse, während sie aufgeregt hin und her ging.
Orla war inzwischen hinausgegangen und hatte dafür gesorgt, daß Althoff Kaffee bekäme. Sie brachte ihm jetzt selbst eine Tasse herein und setzte sie vor ihn hin.
„Bitte, trinken Sie, Herr Doktor, ich habe den Kaffee recht stark gemacht, er wird Sie erfrischen.“
Er dankte ihr herzlich und trank. Dann zog er seine Uhr heraus.
„Schon bald acht Uhr, da ist es Zeit, daß ich gehe.“ Er erhob sich.
„Die arme Nellie, sie ist so erregt, es ergreift sie tief,“ sagte er.
„Sie muß entschieden jetzt Ruhe haben,“ versetzte Orla, „ich werde zu Flora gehen und sie ablösen.“
„Ich gehe mit,“ rief Ilse und hing sich an Orlas Arm.
Die beiden gingen mit Althoff zusammen fort. Dieser war froh, daß Nellie nun nach Hause gehen konnte, denn er fürchtete, daß die entbehrte Nachtruhe und die Aufregung ihr schaden könnten.