„Wir haben es hier nämlich sehr bequem,“ fuhr Doktor Althoff fort, „wir brauchen nur diese kleine Treppe hinunterzugehen und können uns unten an einem herrlichen Frühschoppen laben.“
Der Pastor stand noch immer unschlüssig da.
„Ja, aber meine Frau,“ warf er ein, „sie weiß dann nicht, wo ich geblieben bin, und darum möchte ich es lieber nicht tun.“
„Ich schicke einen Kellner mit einem Zettel nach dem Laden, wo die Damen sicher noch sind,“ beschwichtigte ihn Althoff, „kommen Sie nur. Es gibt hier ein famoses Spatenbräu.“
„So?“ sagte der Pastor und zeigte sich bei dieser verlockenden Aussicht schon geneigter, mitzugehen; „ach ja, gutes Bier habe ich lange nicht getrunken. Wir trinken abends stets Tee.“
Dabei fiel ihm seine Frau wieder ein, und er war wieder voll Zweifel, ob er mitgehen sollte.
„Wenn es meiner Frau nur recht ist,“ sagte er unentschlossen.
„Ihre Frau Gemahlin wird sich freuen, daß ich Sie zu einem Glas Bier überredet habe.“
„Nun ja denn, vielleicht freut sie sich,“ sagte er schließlich, obgleich er innerlich vom Gegenteil überzeugt war. Aber der Wunsch, mal wieder eine gemütliche Kneipstunde zu verleben, kam seiner Phantasie zu Hilfe, und er sagte nochmals, um seine Zweifel zu verscheuchen: „Vielleicht freut sie sich.“ Und doch folgte er dem Doktor die schmale Treppe mit dem Gefühl hinunter, als ob er auf verbotenen Wegen wandle. –