Nach Hause gehn wir nicht,

Nach Hause gehn wir lange nicht – –“

„Aber Adolf, Adolf, ich begreife dich nicht,“ unterbrach ihn Rosi, „so komm doch nur, ich will fort!“

„Bleiben Sie doch noch, Frau Pastorin,“ bat Althoff jetzt, aber ein verständnisvoller Blick seiner Frau bedeutete ihn, daß er seine Bitte nicht wiederholen solle. Rosi antwortete auch gar nicht darauf; voller Verzweiflung zupfte sie ihren Mann verstohlen am Ärmel und trieb fortwährend zum Aufbruch.

Aber alle Versuche, ihn zum Aufstehen zu bewegen, prallten an ihm ab.

„Nein, ich bleibe hier, du kannst allein fahren,“ erklärte er mit einer geradezu hartnäckigen Entschiedenheit und blieb sitzen. Rosi war außer sich und kämpfte von neuem mit den Tränen.

Der gutherzigen Nellie tat sie nun doch leid, sie schlang ihren Arm um sie und führte sie fort.

„Zieh dich deine Sachen an, dein Mann kommt dann schon,“ sagte sie und gab ihr den Mantel.

„Das kommt von dem Wirtshausgehen,“ fuhr die empörte Pastorin heraus, mit einer Miene, als hätte sie in dieser Beziehung schon die trübsten Erfahrungen in ihrer jungen Ehe gemacht.

Nellie lächelte, aber sagte nichts. Rosi war zu aufgeregt, in ihren Ansichten zu erhaben und halsstarrig, als daß sie ihr eine andre Meinung hätte beibringen können.