»Soll ich Dir etwas vorlesen?« fragte Juchei.
»Meinetwegen. Was? gilt mir gleich. Wähle selber.«
Perkow holte Bücher und Zeitungen herbei und las dem Freunde daraus vor. Auf diese Weise verstrich eine Stunde.
»Leg das Zeug beiseite,« sagte Harteck plötzlich, »und sieh nach dem Wetter. Vielleicht hat es zu regnen aufgehört.«
Juchei trat ans Fenster.
»Es regnet nicht mehr,« sagte er.
»Dann gehen wir ins Freie,« sprach Harteck und erhob sich. »In mir ist eine unbeschreibliche Ruhelosigkeit, ... ich kann es in dieser engen Stube nicht länger aushalten.«
Juchei war es zufrieden und, von Cäsar begleitet, verließen die Freunde das Haus. Trotz Nässe und Kälte schlenderten sie lange umher, und wenn Juchei, um die zarte Gesundheit Georgs besorgt, den Vorschlag machte, umzukehren, sagte Harteck jedesmal: »Noch nicht, ... es ist noch zu früh.«
Eine nervöse Unruhe hatte sich seiner bemächtigt. Er ging so rasch, als ob er gehetzt würde; seine Wangen glühten und er atmete mit Anstrengung.
»Ich gehe keinen Schritt weiter,« erklärte Joachim endlich. »Du siehst ganz erschöpft aus. Willst Du Dich absichtlich zugrunde richten?«