»Laß mich!« rief er mit heiserer Stimme. »Ich will schlafen.«
Ohne ein Wort zu erwidern, zog Perkow sich zurück in das Wohnzimmer, setzte sich und starrte mit trüber Verwunderung im Gesicht auf den Boden. Unsäglich langsam verstrich die Zeit. Der Geistliche stützte den Kopf mit beiden Händen und dachte über den Freund nach. Es war so still, so dunkel in der Stube, tief und ruhig atmend lag Cäsar unter dem Tische ausgestreckt, ... der junge Mann versank in eine Art Halbschlummer. Das Geräusch eines näher rollenden Wagens brachte ihn indessen bald wieder zu sich; er hörte den Wagen am Tor halten, vernahm Stimmen; der Dekan und dessen Nichte waren von ihrem Ausfluge heimgekehrt.
Harteck fuhr aus seinem dumpfen Schlaf empor.
»Ist es schon Morgen? Muß ich fort?« fragte er verwirrt. »Ich höre einen Wagen.«
Joachim trat zu ihm hin.
»Es ist zehn Uhr,« sagte er. »Der Dekan und das Fräulein sind zurückgekommen. Schlafe nur weiter; der Wagen geht Dich nichts an.«
Harteck seufzte und stöhnte wie ein Mensch, der physische und geistige Qual erduldet, und fiel neuerdings auf die Kissen zurück.
»In den Kleidern schläft es sich schlecht,« sagte Joachim. »Willst Du sie nicht ablegen? Komm, ich will Dir dabei behilflich sein.«
Georg nickte stumm und ließ sich wie ein Kind von dem Freunde auskleiden.
»Vergiß nicht, mich morgen rechtzeitig zu wecken,« sagte er dann und schloß die Augen.