Worte und Begriffe sind dem Verständnis junger Menschen angepaßt. Eltern mögen das Buch schulentlassenen Jünglingen in die Hand geben. Es soll ihnen Wegweiser sein. Und wenn die traurigen und schreckensvollen Dinge dieses Buches auch mit Wehmut ihre Seele füllen und in den Freudenkelch der Jugend bittere Tropfen fallen, so wird die Wahrheit doch denen nicht den Zauber junger Liebe rauben, die „frei von Schuld und Fehle“ mit diesem Buche den glücklichen Weg des Reinen gehen.

Neuenhagen (Ostbahn) bei Berlin.

Emil Peters.

Erster Teil.
Die einsamen Triebverirrungen der Jugend.
Einleitung.

ir wollen miteinander über Dinge sprechen, über die man eigentlich – nicht spricht. Jedenfalls nicht allgemein und vor allem nicht so, wie man über andere Dinge spricht. Das ist das Geschlechtliche.

Wie merkwürdig, daß es etwas im Menschenleben gibt, von dem es scheint, daß es verborgen werden müßte. Und doch ist es nicht weniger natürlich, als alles andere, ja, natürlicher und selbstverständlicher wohl. Aber wer viel in der Irre ging, der findet nachher den rechten Weg nicht mehr. So haben die Menschen in den geschlechtliche Dingen durch viel, viel Irrtümer eine Wirrnis geschaffen, in der nun mancher nicht ein und aus weiß. Er möchte fragen, den oder jenen: „Was ist's mit der Geschlechtlichkeit? Mit all den aufsteigenden Empfindungen, die mich quälen und freuen, die mir unruhige Stunden machen und bunte Bilder vorgaukeln?“