55. Unser Wohnhaus

Und dann geht es in großen Serpentinen hinab ins indische Flachland, über dem ein grauer Dunstschleier liegt. Bald grüßt uns der im Winde flatternde »Union Jack« vom Jamrud-Fort, wo unsere Pässe noch einmal kontrolliert werden, und in einstündiger Fahrt treffen wir mittags in Peshawar ein.

56. Afghanischer Karawanenführer

XIII
PESHAWAR

Die ersten Tage in Peshawar waren für uns, nach dem Leben, das wir in Kabul geführt hatten, eine wahre Erholung. Wir erhielten ein hübsches, geräumiges Hotelzimmer mit Bad, und die Bedienung ließ nichts zu wünschen übrig. Die Verpflegung war erstklassig, und erst jetzt merkten wir, wie einfach wir in Kabul gelebt hatten.

57. Friseur und Schuster, Kabul

Morgens um sechs Uhr oder halb sieben brachte uns der Boy bereits das »tschota hasri«, das kleine Frühstück, das aus Tee, geröstetem Brot und Obst bestand, ans Bett. Nach dem Breakfast und dem Lesen der Zeitungen und Post nahmen wir uns einen Tonga und fuhren in die Stadt, um hier unserer Arbeit nachzugehen: Warensendungen zu deklarieren, Kisten umzuladen und mit Karawanenführern zu verhandeln ([Abb. 68]).