Desgleichen wenn man fewer plest oder anslecht, sullen alle gesworen zimmermeister, auch steinmetzen meister mit iren gesellen zu solichem feur komen ir ieder mit einem peihel und ext, auch die [bader] mit iren ehalten und schaffen und do helfen redten.

So nun das fewer gestillet und gedempft wirt und die fewermeister abgeen wollen, so sullen sie bestellen pei dem fewer ettlich gesellen, den sie getrawen mugen, von steinmetzen, zimmergesellen oder schutzen etc. die die nacht piß auf den tag pei dem fewer sein und war nemen, das sölich fewer nit wider angeen, auch der eimer und schaff war nemen, das die nit verzogen werden. denselben gesellen lont man dann auch als hernach geschriben steet.

Am tag früe darnach soll sich der schaffer darzu schicken mit fure und der stat arbeittern und die leittern, auch hocken wider furen und auf hencken lassen, do man sie dann genumen hat, und ob icht schadens doran gescheen were an leittern, oder das sich die hocken erstreckt hetten von der hitz; das soll ein paumeister furderlich wider machen lassen und die dann wider an ir ent bestellen.

[97a] Desgleichen soll der schaffer die schaffe, karren und schaff, auch die liderein eimer alle auf die Peunt furen lassen und die kerren mit den schaffen wider versehen füllen lassen, wo der alten schaff abgangen oder verloren weren newe an die stat [setzen], und solich kerren wider unter die hutten, do sie hin gehoren, furen lassen.

Auch soll der schaffer die liderein eimer von stunt an alle [mit hew] oder stro auf das aller hertest außfullen und stossen lassen und die an der luft also ertrucken lassen, und die dann dornach einem ieden vierteil oder fewermeister sein eimer wider heim schicken und bestellen wider auf zu hencken in iren heusern. desgleichen die sprutzen soll er auch nachfragen, das die nit verloren werden, sunder auch einem ieden die seinen wider werden.

Wenn dann ie ein prunst also geschicht, so kumen die leut des andern tags auf das rathaus nach einem trinckgelt etc. so sullen dann die fewermeister, die von einem ratt geordent sein, was der pei dem fewer gewest sein, auch auf das rathaus komen, und do auß der losungstuben vodern ein sum geltz, und einen schreiber zu in nemen in ein stuben, und die leut außrichten als hernach steet geschriben.

Item dem ersten, der mit einer schleifen und darauf ein kuffen mit wasser zu dem fewer prengt und darnach nachvolgent mer zufuret, er hab eins oder zwei pfert, gibt man vier pfunt alt.

Item dem andern, der also mit einer kuffen oder karren darauf ein vaß wassers prengt zu dem fewer, gibt man sechtzig pfenning.

Item dem dritten, der do kumpt, gibt man dreissig pfenning.

Item dem vierden gibt man zehen pfenning. doch das sie nachvolgent mer [97b] zufuren.