[112a] Von der rören in des Fütterers haus.

Das verloren oder überich wasser, das do ist in dem kasten vor Mertein Paumgartz haus, lauft durch ein seichen in ein hultzen rören, die do steet aussen am grossen kasten an des Mertein Paumgartz haus, und geet also wider hinter sich unter der erden pei vier schuhen herdan von den heusern piß fur des Fütterers nechste hausthür; do geet es in sein haus und ferrer in sein hoff, do geet es in ein trog. und dasselb uberich wasser in des Fütterers haus geet unter der erden hinter sich durch sein haus auß piß mitten in die gassen in die rinnen pei des Michel Amlungs des becken haus.

Item das vorgeschriben verloren oder überich wasser, das der Fütterer also heim füret auß dem kasten vor Mertein Paumgartz haus, das hat [ime] ein gemain von bette wegen vergunt also durch sein haus zu leitten, und das furpaß der gemein hinter sein haus piß in die rinnen als do voren steet pei Michel [des] pecken haus wider der gemein zu antworten, alles auf sein selbs kost; das alles der Fütterer noch piß her getan hat.

[112b] Von des Ortolfs rören, die jenset der Begnitz außwendig seins garten stet.

Item dasselb obgeschriben verloren wasser in der rinnen hinter des Fütterers haus, das hat der alt Ortolf wol pei achtzehen jaren her auf sein selbs kost gelait mit willen der gemein doselbst die gassen hinfur und umb des Holtzschuers heuser also auf die rechten hant die nechsten gassen, die do ist hinab gegen der Begnitz zwischen des Holtzschuers und Ortolfs garten hinauß piß an die anderen seitten des Ortolfs garten. in derselben anderen gassen an der Pegnitz steet ein stock aussen an dem zaun an des Ortolfs garten auf der gemein, do geet dasselb wasser auf in ein trog und furpaß in die Pegnitz.

[113a] Von der andern rören an der Ledergassen vor des Singers haus über.

Als da vorn steet, das ein schiedung oder teillung des wassers sei vorn am eck pei der roren oder prunnen vor Mertein Paumgartz haus, also das der halbteil des wassers von dannen hinab [geet] zu dem kasten vor des Singers haus über in derselben gassen; und die rören ligen zwischen den zweien wasserkasten im pflaster pei vier schuchen unter der erden.

Item so ist ein kasten im pflaster hart bei dem stock, do das wasser auf geet vor des Singers haus über; derselb kast leit am tag und ist verdeckt mit einem stein, dorinnen oben zwen eisnen ring sein. in demselben kasten ist ein zapf und ein spunt in die rör, und dopei steet der stock, darauß das wasser felt in den kasten, das die gemein neust.

[113b] Von des Ortolfs rören, die inwendig in seinem und zwischen des Holtzschuers garten auf ein gemein geet an der Begnitz.

Item das verloren oder uberich wasser, das do ist in dem trog oder kasten an der Ledergassen am understen prunnen, das get durch ein seichen in einen hultzen stock, der aussen am kasten steet, und also unter der erden vor den heusern herauf zu ruck gegen dem ersten prunnen an der Ledergassen pei dreien schuhen herdann von den heusern piß zu des goltschlahers haus doselbst am eck, und also unb dasselb eck in der reihen hinab und unden in der Newengassen überzwerch hinder des Michel pecken haus hinüber und also in derselben gassen zwischen des Holtzschuers und Ortolfs gerten hinab gegen der Begnitz, und also in des Ortolfs garten. inwendigs des zauns steet ein stock, do das wasser auf geet durch den zaun in einem hultzen trog, der auf der gemein steet, und auß demselben trog [das wasser] in die Begnitz geet. das obgeschriben wasser furt der Ortolf auf sein selbs kost von der Ledergassen von dem undern prunnen also in sein garten; das hat im ein gemein also vergünnt von bett wegen des Ortolfs und seiner heuser wegen, die er an dem ent hat. doch hat der Ortolf ein hannen von dem stock in seinen garten, darauß er ongeverlich sein würtzgerten giessen mag, wenn er im garten ist; das ander wasser soll stetz auf die gemein geen etc. den stock haben die nachtparen heroben an der ecke pei des Wilden kandelgiessers haus aufgericht, nachdem und der Ortolf abgangen ist.