[114a] Von den vier trögen pei den fleischpencken.

Der ander außfluß des uberichen oder verloren wassers am schön prunnen am Marckt ist durch ein seichen gegen des Schurstabs haus und geet also in dem gemeur in einer pleien rören herab auf das gewelb, das do ist unter dem schön prunnen, und die pleien röre geet verrer piß fur die rinnen, die außen im pflaster umb den schön prunnen geet. do geen die hultzen rören an und ligen jenset der rinnen gegen unser lieben frawen cappellen wartz hinab gegen des Rietters haus zu, und doselbst vor des Rietters haus also seitlengs hinüber gegen den vier trögen, und pei eins schritz weit vor den trögen hinab gegen der Begnitz zu. do ist underhalb der trög pei funftzehen schuen ein kast gegen der Begnitz, der leit am tag und ist verdeckt mit einer hultzen thür; in demselben kasten ist ein abloß der rören.

Item als die rören von den vier trögen hinab geet, do ist von derselben rören zu den zweien pfeillern zwischen den trögen, darinnen das wasser auf geet, in ieden pfeiller ein schiedung und ein pleien roren gelegt, darinnen das wasser auf geet und in die trög felt und von dannen in die Begnitz etc. das wasser laidet die stat oder der paumeister von der stat wegen in die vier trög.

Item der dritt außfluß des uberichen oder verloren wassers am schön prunnen am Marckt ist durch ein seichen gegen des Birckamers haus, und geet also in dem gemeur durch ein pleien rören herab auf das gewelb, das unter dem schön prunnen ist und verrer fur den prunnen herdann fur die rinnen die umb den prunnen im pflaster geet. do heben sich die hültzen rören an und geen verrer die Waggassen hinumb zwischen des gewichtmachers haus und der rinnen in der Waggassen hin hinter piß mitten in die gassen pei der rinnen vor des Holtzels haus, do geet dann ein rör hinab zwischen des Birckamers hinterhaus und der rinnen doselbst in der gassen piß fur der Augustiner hinter groß thore.

[114b] Von der rören zu den Augustinern.

Item vor des Birckamers hinterhaus gegen der Augustiner hinter grossem thore uber do ist ein kasten im pflaster hart an der rinnen, der am tag leit, und ist verdeckt mit einer thür. in demselben kasten ist ein schiedung des wassers, also das das dritteil des wassers geet von demselben kasten durch der Augustiner thore in ir closter und do in iren hoff vor ir kirchen auf, das die Augustiner also furen von dem obgeschriben kasten auf ir kost in ir closter hinein.

Item das verloren oder uberich wasser in dem closter zu den Augustinern geet durch ein seichen auß irem trog fur ir kuchen wider under die erden und also gerichtz wider zu dem grossen thor herauß wider auf die gemein, do es hinein gangen ist, und in den kasten, darauß es komen ist. das sullen die münch also auf ir kost auch wider herauß furen auf die gemein on der gemein schaden und sullen auch das wasser ongeverlichen niessen in irem closter, dann sie des kein recht haben sunder neur ein gunst, und von bette wegen hat man in ein dritteil do hin [ein] vergunt zu füren auf ir kost.

Item auch sullen die herren von den Augustinern geben ein drittel des geltz und die gemein die zwei teil des geltz, das [dann] die rören kosten; oder wenn pruch geschicht von dem schön prunnen piß hinder für der Augustiner groß thore, was da zwischen gepruchs wurd an den rören sullen sie das ein dritteil zallen und die gemein die andern zwai dritteil, alles ongeverlich etc.

[115a] Von des Erhart Schurstabs rören.

Von dem vorgeschriben kasten im pflaster, darinnen die schiedung des wassers ist, dorvon der dritteil gen den Augustinern geet etc. do geen nun die zwei teil des wassers also verrer in die rören und kasten hinter des Schurstabs haus auf und fellt do in ein trog.