[118b] Item so geet die röre doselbst von dem abloßkasten unden durch den stadeldennen und also überzwerch durch den Wert pei acht schuen unter der erden in den andern fluß der Begnitz gegen dem spital und also durch ein hultzen rören stock, der do aussen am spital in der Begnitz auf geet durch das gewelb unter dem alten sagerer, darinnen ettlich siechen ligen, piß in des messners hofflein vor der hultzen stigen, die in die kirchen geet pei vier schuen von der thure pei sant Elspeten altare gegen der stigen. doselbst do geet die röre gerichtz durch die thure gegen dem weichkessel und zu der [sutten] zu, und doselbst pei dem weichkessel do ist ein schiedung des wassers und geet ein röre überzwerch unter der erden gegen die siechen heimlich gemach an die Begnitz, do geet ein stock auf mit einem hannen, darauß die siechen mügen wasser nemen, wenn sie wollen etc.
[119a] Von der rören in dem eussern spitalhoffe.
Die röre ligt also verrer vor dem weichkessel [gerichtz] durch die sutten auß durch die stubthüre gegen dem prunnen in den hoff und pei dem loch, das do in dem pflaster ist vor dem prunnen, dorein das unrein wasser fleust in dem hoffe, do ist unter der erden ein schiedung oder teillung des wassers auf die rechten hant, und geet in hultzen rören fur das spital thore hinauß und also zwerchs über die gassen und durch das thore in dem eussern newen spitalhoff. und also gerichtz neben dem trog im spitalhoffe do ist aber ein schiedung oder teillung des wassers, also das doselbst ein stock aufgeet, darauß das wasser stetz fellet in den trog doselbst in dem eussersten spitalhoff. das selb überich wasser geet verrer in die Begnitz auß dem trog und thut kein dinst mer. und die rören ligen pei vier schuhen unter der erden.
[119b] Von der rören im müntzhoffe.
Pei dem obgeschriben stocke, darauß das wasser kumpt im eussern spitalhoff, do ist ein schiedung des wassers pei, als oben steet. von derselben schiedung geet ein röre hin hinder umb den stock und trog durch das thore in den müntzhoff und auf die rechten hant am ecke durch das gepaut new gemechlein, das man auß der müntz an demselben ent gemacht hat, und geet also hinter demselben gemechlein durch ein hohen hultzen rorenstock auf in das prewhaus des spitals, wenn man will etc.
[120a] Von der rören in des spitals küchen.
Als davorn geschriben steet, das die rör ligt durch die sutten in dem spitalhoff zu dem loch, dorein das unrein wasser im hoff fleust, darvon ein schiedung auf die rechten hant geet in den eussern spitalhoff etc. also ist hinfür pei funf schuen gegen dem prunnen aber ein schiedung oder teillung des wassers auf die lincken hant unter der erden, und geet ein röre doselbst in die spital [kuchen] und hat ein stock neben dem hert mit einem hannen, darauß man wasser mag lassen wenn man will.
Item vor der [kuchen] in dem spital geet nun hinfur die hültzen rören unter der erden pei vier schuen in den mitlern stock, darauf das messen pild steet oder sitzt, in einer pleien rören etc. und auß demselben pild nun drei fliessent roren geent, und das wasser fellet in einen grossen steinen sünbellen trog doselbst im spitalhoff.
Item das verloren oder uberich wasser in demselben vorgeschriben sünbelln trog geet durch ein seichen in einer pleien rören herab unter der erden in ein hültzen rören, die do leit drei schuch unter der erden, und geet auch also durch das spitalthore hinauß piß auf drei stat schuch in die gassen auf die gemein. die röre ligt ob der rören, die vorn durch das selb thore in eussern spitalhoff geet etc. das obgeschriben verloren wasser soll der Karl Holtzschuer, der von Ploben, auch der Meißner auf ir kost und on des spitals schaden herauß auß dem trog piß drei schuch fur das thore füeren auf ir kostung etc.