Item heraussen vor dem spital thore als do oben steet, geet der dritteil des verloren oder uberichen wassers, das do kompt auß dem rechten spital prunnenkasten oder [trog], also zwischen der rinnen im pflaster und dem spital auf die rechten hant gerichtz gegen des Holtzschuers haus zu, und die rören ligen unter der erden pei vier schuen, und das wasser geet in des Holtzschuers hoff auf in ein trog und auß dem trog in die Begnitz. auch soll der Holtzschuer dasselb wasser von dem spitalthore auf sein selbs kost heim furen on der gemein und des spitals schaden.

Item so soll der von Plaben und der Meißner die zwei teil des wassers von dem spitalthore, als oben steet, darvon der Holtzschuer ein dritteil genomen hat, füren von demselben thore auf ir peder kost on der gemein schaden piß fur das klein spitalgeßlein etc.

[121a] Von des von Ploben rören.

Vor dem spitalgeßlein im pflaster in der rinnen ist aber ein schiedung oder teilung des wassers, also das dasselb wasser halb geet dasselb spitalgeßlein hin auf piß zu der von Ploben hinder newgepaweten heusern und doselbst durch ein thure und ganck, der hinden in derselben von Ploben hoff geet, und doselbst vor ir padstuben und kuchen im hoff aufgeet in ein trog. und dasselb uberich wasser im trog geet verrer in der von Ploben haus in iren garten auf und von dannen in die Begnitz. auch ligen die roren pei dreien schuen unter der erden. und die von Ploben sullen das wasser auf ir kost von demselben spitalgeßlein heim füren oder leitten on der gemein schaden etc.

[121b] Von des Meißners rören.

Item als do oben steet, das ein schiedung des wassers sei am spitalgeßlein etc. also geet nun der dritt dritteil des uberichen oder verloren wassers, das auß dem spital kompt, als verrer in derselben gassen hinab fur des Stumpfs haus und die Eich und doselbst zwen schuch unter des schön prunnen rören hindurch und also durch das thore hin hinder in des Heinrich Meißners haus und geet do in seinem garten stetz in sein weier ein rören, und das uberich wasser get auß dem weier in die Begnitz. und die rören ligen pei vier schuen under der erden, dann allein pei des schön prunnen rören an der Eich ligen sie sechs schuch unter der erden. auch soll der Meißner das wasser auf sein kost von dem spitalgeßlein heim laitten oder füren on der gemein schaden.

[122a] Von der rören auf der Pleich.

Der ursprung und einfluß der rören auf der Pleich ist vor dem Frawenthore auß dem gemaurten prunnen im selben statgraben auf die lincken hant als man fur das thor geet gegen der thierhütten über, und underhalb des selben prunnen ist ein sammenkasten verdeckt oberhalb des weiers, der in demselben graben unten an der Begnitz ist.

Item von dem obgeschriben sammenkasten geet das wasser in hültzen rören in dem graben neben der meur gen felt wartz durch den graben und weier herab und also in der ecken desselben graben überzwerch seitlangs in der Pegnitz gegen dem sünbellen thuren zu, der aussen am vorwerck an der Begnitz steet pei dem swipogen hinter sant Katherein. do geet dieselb röre durch ein loch unter dem ersten schießvenster auf die rechten hant als man in thuren geet unden in denselben thuren, und pei zwei schuen unter des schön prunnen und des spitals rören überzwerch durch den thuren und in das vorwerck und also in dem vorwerck herab piß fur den thuren in demselben vorwerck an der statmaur mit dem ploben A. pei zweintzig schuen underhalb des thurens und pei ailf schuen von der statmaur im vorwerck zu messen do hat die röre ein abloß und geet an demselben ent durch die statmaur. und inwendig der statmaur neben des pleichmeisters haus in der abseitten do steet ein stock mit einem hannen, darauß man wasser lossen mag wenn man will, und get verrer also in der Pleich auf durch ein stock mit zweien rören in ein trog, der darvor steet; und auß dem trog geet dasselb wasser in die Pleich in rinnen zu des pleichmeisters nottorft [etc.]