[122b] Von der schiltrören vor dem Sigwein.
Item der ursprunck und einfluß des wassers in der schiltrören ist unter der vesten in des alten Elwangers öberen haus in dem schöpfprunnen. auf dem wasser desselben prunnen do ist ein loch und ein ganck in den perck, darinnen ein man aufgericht geet herab piß fur des Niclas drottziehers haus. in der rinnen gegen seinem haus über oben am ecke pei neun schuen herdan do ist ein kasten, der ist pei dreien mannen tieff unter der erden. und das wasser lauft von dem obgeschriben schöpfprunnen in steinen rinnen piß in den kasten als oben steet.
Item von dem obgeschriben kasten vor des Niclas drottziehers haus hinab do gen hultzen rören after des also gerichtz herab piß zu dem prunnen kasten do das wasser aufgeet vor des Lengenfelders oder Sigweins haus. und die rören ligen also in dem pflaster hinab pei anderhalb mannes tieff unter der erden etc. auch ist ein spunt zunechst oberhalb des trogs, darinnen das wasser aufgeet; mer ist ein spunt oberhalb des ersten spunts in der rören pei zehen schuen hinauf; mer ein spunt hinauf pei funfundzweintzig schuen etc.
[123a] Von der rören am Milchmarckt vor dem Thyrolt doselbst.
Der prunn oder röre am Milchmarckt hat drei zufluß, die alle drei sich versamen und zu samen komen vor dem Tiergartner thore im graben. an dem ecke des vorwercks gegen der vesten do steet ein gewelb unter der erden ist verdeckt mit einem stein; an demselben eck des vorwercks leit der stein pei [...] schuen unter der erden ob dem loch, das in dasselb gewelb geet, darinnen die drei fluß zusamen komen.
Item der erst zufluße des wassers ist im stat graben vor dem Thiergartner thore oberhalb der prucken. im graben geet ein ganck, der vermaurt ist, gerichtz hinein in den vels gehawen; pei sibentzig schuen hinein do ist gleich ein creutzweg, also das ein weg ist ettwen gangen auf die rechten hant, der noch pei zwelf schuen hinein geet, do ist derselb weg oder ganck verworfen mit erden etc. so geet ein weg gerichtz durchauß noch hin hinder pei hundert und sechtzig schuen, do ist derselb ganck ein gevallen, also das man nit weitter komen mag. von und auß demselben gang geet der erst wassefluß her piß zu dem obgeschriben creutzwege, und geet verrer von dem creutzweg anf die lincken hant als man in den perck geet pei sechtzig schuen, do fellt das wasser unter sich ein in dem perg in ein andern ganck eines mannes hoch als hernach geschriben steet. das wasser geet in dem perg in steinen guten rinnen, die verdeckt sein mit andern steinen. und die geng sein in den percke gehawen und nit gewelbt etc. sunder in gantzen fels also gehawen.
Item als davoren steet wie der fluß des wassers also fall in ein loch eins mans tieff oder ein ander ganck, und auch mer davoren steet, das ein gewelbe im statgraben sei unter der erden am eck des vorwercks etc. in demselben gewelb geet ein ganck oder weg auch in fels gehawen in perck gen feld wartz gegen dem kollstadel zu, der auf dem Thiergarten steet, und geet also unter dem graben hinein pei hundert und zweintzig schuen. do kompt man wider zu dem vorgeschriben gang, do das loch ist, dorein das wasser fellt. der ganck geet also verrer gegen dem kollstadel, aber man kan nit wol ferrer komen von der nidern wegen des gangs, der kaum anderhalb oder zweier schuch hoch ist. in dem gang geet das vorgeschriben wasser also herauß zuruck, alles in gutten steinen verdeckten rinnen piß in das gewelbe unter dem vorwerck im statgraben. und das ist der erst fluß des prunnen oder rören am Milchmarckt.
[123b] Item der ander zufluß des prunnen am Milchmarckt ist im statgraben oben pei dem grossen sünbellen thuren, der im zwinger am eck der vesten steet, und pei vierundzweintzig schuen unden von demselben thurn im graben zu messen gegen der ecken dorgegen über do ist unter der erden ein ursprung und ein kast, derselb kast ist unter der erden pei acht schuen. von demselben kasten herab pei achtzig schuen in die ecken zu zu messen gegen dem newgepauten zwingerlein, das an die vesten geet, doselbst im graben ist ein sammenkasten des wassers, und von dannen ligen nun hültzen rören herab im graben pei dreien schuen unter der erden piß zu dem eck an dem vorwerck im graben, und also doselbst in einer hultzen rören in das gewelbe hinab, das doselbst ist unter dem vorwerck etc. und das wasser [lauft] oben von einem kasten zu dem andern in einer rinnen, die schlechtz in den vels also gehawen ist; und das wasser ist vor zeitten gangen in des Förchtels hoff pei dem Newenthore. und [das] ist der ander zufluß, den die röre am Milchmarckt hat.
Item der dritt zufluß der rören am Milchmarckt der ist und kumpt auß dem perg gegen der vesten zu, do ist ein ganck unden in dem gewelbe im graben als do oben stett, darein die drei zuflüß komen etc. do geet ein ganck, der in den fels gehawen ist, und geet also hinein unter des Schmidts haus oben pei dem Tiergartner thore, als man hinauß geet auf die rechten hant, ettwan des Suchennagels haus genant. in denselben ganck [hin hinter] pei vierundachtzig schuer do ist ettwan ein heimlich gemach auß Suchennagels haus in denselben ganck hinabprochen worden, als man das noch sicht durchnassen; und derselb ganck geet also verrer hin hinter in den perck gegen der vesten pei dritthalb hundert schuen, und derselb ganck geet nicht verrer. in demselben gang ligen steinen rinnen verdeckt, darinnen das dritt wasser kumpt geloffen auch unter das gewelbe zu den vorgeschriben zweien wassern.
Item so ist gerichtz unter dem loch hinab, das do ist oben in das gewelb zu nechst an der hultzen rören, die des Förchtels prunnwasser hinab tregt, do ist mit erden eins halben schuchs dick verdeckt ein zigelstein, wenn man do auf thut so sicht man die obgeschriben dreu wasser in einer spannen weit alle dreu zusamen komen ein iedes auß seinem ursprung; ob pruch were, so fünd man es an dem ent.