Nun auch den prunnen hinten im rathaus den helt der hausknecht in wesen mit fegen und seillen, und nimpt das gelt doselbst auß der losungstuben.
So hab ich den prunnen zu dem [Scheffhoff] auf ein zeit lassen auswechseln von eins ratz befelhnus wegen, und ließ darzu ein newes prunnrat und eimer machen.
Und den prunnen im wald auf der hochen heide auf der straße gegen dem Heroltzperg hab ich zu zweien mollen lassen pessern und rechtfertigen von eines gemein nutz wegen, nachdem und ein grosse lantstroß do fur geet, und der prunn darauf des reichs poden ist und sich sein sust niemant annimpt. das ist alleweg mit zweien oder dreien taglon zu pessern gewest.
[130b] Ich hab auch lassen flicken und pessern den prunnen zu der Puchenklingen am Reuhelperg an den stein und staffeln die hinab geen, die erfault und zu erfroren waren etc.
[Den prunnen pei dem Wiltpat soll ein paumeister in wesen halten und den fegen lassen wenn sein not ist. den hab ich in zehen jaren ein moll fegen lassen und dreu pfunt alt davon geben im sibenzigsten jare am sambstag nach Walpurgis.]
[131a] Von gelt zu schöpfbrunnen in der stat.
Desgleichen sein ettliche heuser hie, die do zinsen zu ettlichen schöpfprunnen hie in der stat; dieselben zins dann die öbristen prunnmeister, als ietzunt ist Bertholt Pfintzing, Gotlieb Volckamer und Erasem Schurstab, in verzeichnus haben. solich zins nemen ein die prunmeister, die dann durch die obersten prunnmeister zu denselben prunnen, darzu das gelt geschickt ist, gesetzt sein.
[131b] Von dem rören porzeuge.
Ein hütten ist im zwinger auf dem Newenpawe, darunder ein schragen zu gericht ist, darauf man die prunnrören port, die man dann lange jar her unter der hent also geport hat und den leutten sawer worden ist. also hab ich im zweiundsechtzigsten jar zu sant Laurentzen tag mit einem, der von [Hertzogaurach] herkam, genant Hanns Tölzer ein mülner, bestelt, der mir einen schragen und gerust auf sein kost macht und herpracht, als das dann ietzunt noch steet under derselben hutten, doran man sider gesehen auch das etwaß gepessert hat; darfür ich im gab mit sechtzig rören, thenner und fiechter, die er mir selbander erstlich hie auf sein kost doran port, die rören ließ ich im furen darzu und gab im dorfur dreizehen halben guldein reinisch.
So kam ein jude her im zweiundsechtzigisten jar, genant Josep von Ulm, der dann auch ein porzeug zu rören furgab zu machen auf der stat kost, das einer als vill rören ein tag port als sust zwen gesellen zwen oder drei tag poren solten, und begert an einen erbergen ratte, das zu gestatten und befelhen zu machen, wo das nit recht teet, so wolt er denselben kost leiden und selber bezallen, tet das recht, so gert er, das ein erberger rate im das burgerrecht schencket. demnach und von befelhnus eines erberen rats ließ ich zu den dingen greuffen und im zwinger zwischen dem Spitaler und Frawenthore der thüren einen, so in stat graben geen, tieffer pei zwelf schuen graben und mit stein unterfuren, auch das geruste von holtz machen, das alles pei funftzig guldein kost. in des starb der Jude zu Stockarten und steet das werck noch also in demselben thuren und thut alles recht, dann der negwer wil an der schneiden nit recht thun, nachdem man den nit ausziehen solt, das er die spen woll fallen lassen, dann der negwer gerichtz übersich zu gericht ist.