Auch soll ein paumeister allewegen auf das minst der prunnrören ein hundert oder anderhalbhundert haben geport und im weier oder statgraben auf dem Newenpawe ligen, dann wo sie nit im [132a] wasser ligen, so verdürben sie, dann man der alle tag bedarf ein zu püssen zu den prunnen der stat. darzu bedarf man ir süst in der gemein zu prunnrören und in die bade; die mag ein paumeister woll einem vergünnen und geben umb sein gelt, eine umb acht groschen oder sechtzig pfenning ungeverlichen, dann man hat sust keine hie dann was ir der paumeister hat. aber vorauß so soll der stat paumeister des geflissen sein, das er keine gebe oder verkauff auß der stat zu füren on laub eines erbern rats, und sunderlichen wo man sie auß der stat und gepiette füren wolt.
So sollen die heringerin die rören an der Eiche, die in zu irem wessern vergunt ist, selber machen lassen und in wesen halten mit den kesten und der prucken do vor; damit hat ein paumeister nichtz zu thun, wie woll ich es ine zu lieb das alles vernewen hab lassen im neunundsechtzigsten jare. dorfur haben sie mir und nemlich die Hanns Schelhamerin [von] ir aller wegen das gelt wider geben, was das alles gekost hat etc.
[132b] Von prucken, stegen und weren oder güßpetten in der stat.
Item die zwen stege, die an peden seitten vor den schoßgattern oben am wasser als es in die stat fleust von dicken dilln gemacht sein, darauf man zu den gattern komen mag, die soll ein paumeister auch machen und in wesen halten wenn sie schaden nemen.
Die dillen, darmit man die Begnitz versetzt oder swelt, wenn sein not geschicht, vor den vorgeschriben zweien stegen, die ligen oben auf denselben gengen ob den schoßgattern, do haben sie ire beheltnus.
Pei Wilhelm Derrers haus und garten doselbst geet über die Begnitz ein pruck obenthalb der müll am Sant. dieselben prucken mitsampt dem werr zwischen des newen spitals heussern und dem klein werrlein hinter der Plaich doran stossent soll derselb müllner machen und in wesen behalten, damit hat ein paumeister nit zu thun, anders dann das klein werlein hinten an der Pleich soll ein paumeister machen, als vor steet.
Zwen stege, die vor ein ander von dem Schießgraben am Sante auf die Schütte zu geen, die soll der stat paumeister machen und pessern lassen.
Und desgleichen soll der statt paumeister pessern lassen und in wesen halten das werr, als vill und des der statt zusteet, das [133a] do ist hinter der Pleich zwischen des müllners werr am Sant und der Pleich, darüber das wasser fellet, wenn do güß sein. das ist zu bewaren mit rauhen wedellen und esten, die man einlegt und die beswert mit erden und alten quadern und wacken, die sust zu nichte tügen.
Des gleichen soll ein paumeister die verdeckten pruck hinter dem Wildpat auch machen lassen und in wesen behalten.