Item die pruck zu [Buch] soll machen die gemein doselbst.
Nachdem und oft ein hüll und pöser wege ist in den zeun und gerten vor der stat herdiesset des Thans pei Fritzen [135b] Herlles garten, den hat der Höltzel seliger auch lassen prucken und vernewen als ein pfleger steg und weg. und in sunderheit so ist ein erbgrab durch desselben Fritz Herls zeun und garten durch auß und also ferrer hinter des Herels garten durch ein rangen als auf der seitten gegen Fürt hinab, denselben graben soll der Herl alle jar raumen und der ander hinter im desgleichen, dardurch das wasser von der stroß an dem ent lauft, so wirt der weck nit als tieff. dan des Herels vater hat auf ein zeit ein erbprieff gehabt, darinnen gestanden ist, als mir der Gürtler sagt, das er denselben graben pflichtig ist zu raumen und das wasser do durch soll leitten von der stroß; aber derselb briefe hat mir nie mügen zu sehen werden, wie woll ich des vil müe gehabt hab pei seinem sun, der sagt, er wiß von keinem briefe; doch ist er nit in abrede und bekennt, das er den graben nit verschutten und auch raumen soll, wenn sein not tut. das soll ein paumeister in acht haben.
Fürder herein pei des Schinheintzen garten ist zu zeitten pöser wege, den hab ich durch die kerner, die in der stat auf dem pflaster faren, erschütten und erhohen lassen mit allerlai erden, die sie sust fur das thore furen müssen. so hat auf ein zeit Philip Pirckamer als ein pfleger steg und weg geltz mit frun der paurschaft zu dem Than, klein und grossen [Reut, Meilmanshofe, Loe] etc. den erbgraben lossen außwerfen, der umb des Fritzen Ernsts garten am zaun hinab geet gegen [Poppenreutter] wege, darinnen das wasser auch von der stroß kumpt und sich in demselben graben verleuft, der in vill jaren nie gefegt ist worden. das tetten pei viertzig menner in einem tag; der iedem ließ der Birckamer geben zwai röcklein; darzu leg ich von gemeiner stat wegen ettlich hawen und schauffeln.
Auch die prucken zu [Fürt] soll ein zöllner doselbst zu Fürt machen und in wesen halten.
[136a] Ein stat paumeister soll in gutter acht haben und pesseren lassen die steinnen pruck zu dem [Doß pei Snigling], wo sein not were, als ich dann in dem fünfundsechtzigsten jare ettlich pesserung unden auf und in dem waser an den anfengen mit Kornperck stein auß gewechselt und mit eissen klamern vergossen und gepunden, wo sein not was und das wasser außgespult hett.
Auch den weg und steige, [der do von dem heiligen creutz gein sant Johanns geet] und gepflastert ist, den hat alleweg ein paumeister ie zu zeitten, so er schadpar ist gewest, pessern und flicken lassen am pflaster und stocken, das man nit darauf fare.
Das pflaster, das zwischen dem Newenthore vor der stat und dem heiligen creutz ist, das soll der stat paumeister pessern lassen und in wesen behalten.
Zu dem [Megeldorf] die pruck süllen die gemein doselbst machen und pessern lassen, darzu haben sie alle jare von dem rathaus zwen guldein reinisch ewigs geltz, die Philipp Birckamer ein nimpt mit anderem gelt, das zu weg und steg gehoret. es hat auch der Höltzel zu zeitten doran von stege und weggelt pessert, des gleichen hat Philipp Birckamer auch gethan, das im aber von eins erbergen ratz wegen undersagt worden ist, also das er den pauren die zwen guldein alle jar darzu geb und loß sie die prucken selber machen und furpasser pessern, als in dann vor jaren durch Peter Mendel auch von ratz wegen gesagt ist, das man dann kürtzlich geschriben funden hat auf dem rathaus.
[136b] Item die pruck zu Wert und die stege piß zu der Schnödin weierhaus die machen die von Wert und geen der stat paumeister nit an.
Pei des Schnöden weierhaus das prücklein über das [klein Begnitzlein] das soll machen den halben teil, wer die Hadermüll innen hat, und der mullner pei sant Katherein hinden in der stat den anderen halbteil, als dann hernach pei der Hadermüll geschriben steet.