Und den weg durch [Sweinaw] und zwischen Schweinaw und sant [Lienhart] den hat Philipp Birckamer als ein pfleger mit dem stege und weg gelt pesseren und machen lassen und darzu kauft ettlich peusch wachalter und mit frun der paurschaft do umb feltstein in die löcher furen lassen, darzu ich auch mit reten zu zeitten geholfen hab von eines gemeinen nutz wegen.

Item den steig zwischen sant Lienhart und dem Gostenhoff den soll man von sant Lienhartz gotzhaus wegen in wesen halten und machen lassen.

Item das steinen prucklein zwischen sant Lienhard und dem Gostenhoff soll man auch von sant Lienhartz gotzhaus wegen machen lassen und ein paumeister hat damit nit zu thun.

Item das prucklein zu dem [Sinterspühel] sullen die pauren doselbst machen lassen, das hat ine Peter Mendel von ratz wegen gesagt. ich hab ine zu zeitten alles holtz darzu zu stewer gehen.

[137a] So hat Philipp Birckamer innen als ein pfleger steg und wege gelt zwei eigne gütter zu Hausen pei [Zenn] gelegen, gibt das eine vier sümmer korns, zwei sümmer habern, ein halb pfunt haller Michaelis, ein halb pfunt eier zu ostern, acht pfingstkess, acht weinachtkess, vier herbsthüner und zwu vasnachthennen; das ander gibt zwai summer korns, vier pfingstkess, zwei herbsthüner und ein vassnachthennen. davon soll man pessern und in wesen halten allein die drei prucken; die pruck zu Reichelstorff, [die pruck zum Stein, die pruck zum Altenperg, darzu der Birckamer] dann an iedem ende sein sunder pruckmeister hat, die darauf sehen, und wenn etwas nott ist, so thun sie im das zu wissen [etc.]

[137b] Von stege und wege gelt.

Der stat paumeister hat auch ettwen vill jare her eingenomen ettlich zins und gult aus heusern hie in der stat und auch [güttern] auf dem lande, die do gehören zu wege und stege, dieselben damit zu pessern. wann aber der stat paumeister sunst vill und mancherlai zu thun hat, auch wenn ein paumeister also ettwas machen oder pessern ließ an stege oder wege, das dann abnam und wider schadpar wart, als soliche dinck mit prucken und anderem nit ewiglich geweren mag, wolten ettlich leut das darfur haben, der stat paumeister und gemeine stat wer das schuldig wider zu machen. auf das so hat ein erber ratte in vergangen jaren das befolhen gehabt Conrat Paumgartner dem eltern und Hannsen Höltzeln seligen und nach der peder abganck das befolhen dem Philip Birckamer, der solich zins und gult ein nimpt und davon ausgibt, also das der stat paumeister nichtz mer darmit zu thun hat etc.

[138a] [Von greben an der Fürreut.]

Nachdem man vor jaren die greben an der Fürreit von eines erbergen rats wegen dem Fritzen Peyern einem alten soldner und diener befolhen hat zu besehen, also das die alle jar gefegt und ausgeraumpt werden, dadurch das wasser von der stroß gee und die wege im winter nit als tieff weren etc. und nachdem derselb Peyer abgangen ist und die greben ettliche jar darnach lang ungeraumpt pliben und verwachsen waren, dardurch vill clage von der lantschaft und frembden furleutten und die zu der stat wanderten gewesen ist etc. also hab ich ettliche jare her von gemeiner stat wegen einen bestellt, genant Hanns Hetzel von dem [Steinpühel] und dem gegeben alle jar zehen pfunt alt, das er ob denselben greben gewest ist an der Fürreit, die sich anheben, und das wasser kumpt von der Santreut, [Gigitzenhoff], [Galgenhoff], Steinpühel, [Gostenhoff], Sinterspühel zu den Höfen zum Ley zu, also das er die pauren und ander die ir wissen und felt doran ligent haben, darzu [gemüssigt] hat, wenn sie das grummat hinein pracht haben alle jare, das sie dann dieselben greben haben mussen außwerfen und raumen siben schuch weit. was dann an der gemein stroß gewest ist oder die greben doran gestossen haben, des nit vill ist, das hab ich von gemeiner stat wegen raumen und außwerfen lassen. welcher dann nit fegen wolt dem gepot er pei vier pfunten und setzt im des ein zeit, als siben oder acht tage, fegt er dann nit, so must er mir den pfenden und mit denselben pfanden faren und die nach meinem rate wider geben, darinnen ich im dann den ruck gehalten habe. doch redt ich selber sovil mit den leutten, wo sein not thet, also das wenig leut gepfendt wurden, das nichtz heist.

Demnach da man [merckt], das die dinck also recht tetten, warde mir von einem erbergen rat befolhen, das ich dergleichen im [Knoblachs lande] auch iemant bestellen solt zu den greben zu sehen, die von dem [Ketzers hoff] hinab zu der grossen und klein Reut und auch fur und durch den Than und also hinab gegen [Poppenreut] zu etc. demnach hab ich bestellt [Heinczen] Rodner von Sweinaw, dem gib ich alle jare sechtzehen pfunt alt, und des zill und jare [138b] oder bestellung ist alleweg zu sant Walpurgen tag, also das er mir der greben an der Fürreit und im Knoblachs land warten soll, die alle jare zu raumen und darinnen niemantz schonen, und was er von leutten pfendt, darmit soll ers halten und nemen, was ich sprich, das er dann also thut; dann der Hetzel und ander seiner gescheft halben der ding nit lenger warten wolt.