So was inwendig der lantwer und sünderlichen vor den statthoren an manchen enden auch schrancken gemacht, nemlich vor dem Frawenthore zwifach vor einander zencket schrancken, des gingen die eusser geleich voren an der zigeler hoffreit herumb von einer seitten des statgrabens zu der [ander], und des gleichen so was vor dem Spitaler thore auch zwifach vor einander zenckent schrancken, des gingen die eusser gleich voren an dem Gostenhoff herumb von einer seitten des statgrabens an die ander. so waren schrancken unden an der Begnitz von des Grassers garten oberhalb der Weidenmüll piß an die Begnitz underhalb des dams, das umb der teutschen herrn wisen geet. so waren vor dem Newentore und hinter dem heiligen creutz auf peden seitten und gegen der Weidenmüll hinab auf und über die drei stroß schrancken gemacht. mer vor dem Tiergartner thore zwischen Fritzen Ernsts und des pfarrers garten, auch zwischen des Heynickens und dem eck garten doselbst über auch schranken. so was in dem geßlein hinter Linhart Grolantz garten gegen den Leimgruben hinab ein schneller gemacht, der was verschlagen. so was das klein geßlein hinter des Behams garten voren gantz verschrancket. so waren vor dem Lauffer thore auch zwifach vor einander schrancken, des gingen die eusser von der stat graben vorn an des Linhart Grolantz garten und verrer von der Lorentz Schurstabin garten an des Jorg Mendels garten also über die stroß gen dem Schoppershoff, und des gleichen von des Behams garten gegen des Walter garten über die stroß gen dem Megeldorf auch schrancken. auch so was das geßlein verschranckt vor Werte, dardurch der fußsteig geet von dem Werder thürlein gen dem Megeldorf, [der oberhalb Wert will hin gen].
[144a] Als ich paumeister warde, do wurde mir bevolhen, die schrancken und greben an der lantwer, auch die [andern] schrancken in wesen zu halten umb die stat, die ich dann oft hab pessern und die greben auß werfen lassen pies in das sechsundsechtzigst jar umb aller heiligen tag. do wurden die schrancken umb den Thürrenhoff und also umb und an der Furreit herab und hinter dem Gostenhoff sere abnemen und faul und gingen vast dernider, also das arm leut der vil hin trugen, und darumb [verkauft] ich der vill den ziglern und anderen von dem Galgenhoff, Stein und Sinterspühel und von dem Gostenhoff etc. und gab in ie ein schrancken und stock umb siben, acht und zehen pfenning, darnach ettlicher gut was, oder ein fuder für funfundfunftzig und sechtzig pfenning. des gleichen hielt ich es mit den schrancken in sant Seboltz pfarr.
Darnach in dem neunundsechtzigsten jare umb pfingsten waren die eusser schrancken vor den thoren etlich ser faul und abnemen, das ich dann an einen erbergen rat pracht ob man dieselben schrancken wider vernewen solt. ward verlassen, das ich kunftiglichen vor allen thoren die nechsten schrancken an den thoren solt in wesen halten, und die [andern] alle lassen abgeen, die ich dann eintzlichen hab lassen abgen allenthalben umb die stat etc.
[144b] Von dem Vischpach wo der entspringt.
Item der Vischpach entspringt [oberthalb] im wald ob dem dorf zu Vischpach und lauft also durch den walt herein gegen der stat her zu und nemlich neben dem alten weier, der oben vorn im wald leit und der Peßlerin ist. und wenn man den Vischpach zu sant Michels tag ie zu zeitten fegen und pessern will und abslecht und dann die Peßlerin zu zeitten pittet, ein erberger rat ir des pachs zu vergünnen, den auf der Faltznerin hamer zu leiten, und wo in ir dann ein rat vergunt, so slecht man den pach ab pei demselben obgeschrieben alten weier, doneben er her leuft, sust kan man den pach nirgen paß abslagen. also leuft der pach dann do durch oder underhalb des wers an dem selben weier und fur den [Zerzagels hoff] und also durch vier weier ie von einem in den andern, ee und er zu der Faltznerin hamer kompt.
So hat auch der Teuchler und sider ettlicher hamermeister mer [einem] erbergen ratte mussen sweren fur sich und iren gewalt, das sie des Vischpach nit abgraben und auf der Faltznerin hamer leitten wollen etc. dann es ist zu zeitten gescheen und der pach pei nacht aussen pliben, das doch nit sein soll. das soll auch ein paumeister kunftiglich in acht haben, wo ein newer hamermeister auf den hamer kompt, das der swere oder einem paumeister eitz weis gelobe fur sich und sein gewalt, des pachs nit ab zu slagen noch abgraben.
Der Vischpach lauft also von und neben dem obgeschriben alten weier herab gegen dem Siechgraben und hinter des Ammans weierhaus lauft der pach überzwerch die stroß, die von [Feucht] her zu der stat geet, und lauft also an derselben kere durch ein prucklein, das hat zwen steinen füß und ist mit prückholtzern belegt; das ist das erst prucklein über den Vischpach, das der stat paumeister muß machen lassen und in wesen halten etc. der pach lauft also von der stroß durch ein [145a] kleines wisslein und vellet uber ein werlein und güßpettlein, das der Amman machen soll, und geet in den grossen weier, der umb des Ammans weierhaus geet.
Auch wenn der Amman an seinem weierdam ettwas zu machen hat, oder vischen [will], so versetzt er den Vischpach pei dem obgeschriben prucklein und lest in lauffen durch ein santgraben hinter dem Siechgraben hinab, und also kompt der pach pei der Snödin weierhaus in das klein Begnitzlein. aber es ist grosser schade do pei, denn der pach füret vil santes mit im in de Begnitz an demselben ent.
Es soll auch der Amman noch sein gewalt mit dem Vischpach [noch] Lanckwasser nit wessern noch sust nirgen [abslahen] pei einem pfund newer haller als oft das geschicht. das sol auch ein paumeister in gutter acht haben.
Wenn der Amman an seinem weier oder tham ettwas pruchs oder do vischen will, dordurch er den slegel ziehen muß, das soll er der statt paumeister vor zu wissen thun; und wo er also den slegel in seinem weier auf [zeugt], so geet der Vischpach nit in die stat. so ist der Amman schuldig den Vischpach zu nemen vorn am walde pei dem steinnen creutz und den do überzwerch über die stroß, die gen Feucht geet, in einen alten verwasten graben zu leitten, auch den selben graben auß zu werfen und den recht zu fertigen, dardurch der Vischpach völliglich mug gelauffen also uberzwerch der stroß, die gein Feucht von der stat hinauß geet, und also abe seinem weierhaus hinumb mug komen in des Lanckwassers fluß. dennocht soll er den slegel nit ziehen, das Lanckwasser gee dann vor in die stat, als do hernach pei dem Lanckwasser steet. wo dasselb Lanckwasser so groß ist und herein get [145b] so darf der Amman des Vischpachs nit abslahen pei der marter vorn im walde, als oben steet, sunder er mag den versetzen pei dem vorgeschriben prucklein und den lassen lauffen durch den Siechgraben hinab zu der Snödin weierhaus zu. oder ob die Peßlerin darumb peet, so mocht man den pach oben im walde abslahen und auf iren hamer lassen lauffen, wer der minder schade an der Begnitz.