So ist im neunundsechtzigsten jare zu sant Jacobs tag [25 Juli] von den elteren herren verlassen, das mir dann herr Hanns Coler angesagt hat, wen das ist, das des Ammans weier hinder dem Siechgraben über das [werr] fellt, so ist dem Nicklass Gnotzamer vergünt und erlaubt, den Vischpach oben im walde abzuslahen und durch die vier weier, wie vor steet, auf der Faltznerin hamer ze leiten, den er dann kauft hat. doch soll er des pachs dennoch an laub und wissen eines paumeisters nit nemen, auch des nit lenger halten, piß des Ammans weier wider nachsitzet und nimmer überfellt; so soll er den pach wider geen lassen. das soll ein paumeister in gutter acht haben.
Demnach hat der Gnotzamer im vorsaum am walde im Vischpach ein schutzprett machen lassen auf sein kost und ein greblein, das zwerch über die stroß, die gen dem [Zerzagelshoff] und sust do fur in walt geen, graben lassen, dadurch im der Vischpach furderlich in den undern weier auf den hamer geet, also das er nimmer durch vier weier hinab geen und die füllen darf, als vorgeschriben ist.
Mit einem sloß ist dasselb schutzprett versperret, darzu ich als der stat paumeister den schlüssel hab. wenn dann der weier überfelt und mich der Gnotzamer des ermant und man dann des wasser sust nit zu not bedarf, so leihe ich im den schlüssel und loß [146a] ine fursetzen, das im der Vischpach zu geet ein weil, wie vorn steet.
Nachdem aber ein versetzung, wie oben steet, nit recht thun wolt, so hat der Gnotzamer oben im walde ein newes güßpettlein und schutzprett darfur auf sein kost machen lassen under dem öbern der Peßlerin weier und das auch verspert und mir den schlüssel geben, und wirt damit gehalten, wie oben steet geschriben.
[146b] Von dem [Lanckwasser] wo das entspringt.
Das Lanckwasser entspringt und fleust von manchen enden verrer oben im walde zusamen und kompt also erstlich in des Peter Mendels und Geuders grossen [weier] und von demselben des Peter Mendels weier kompt das Lanckwasser durch den rechen herab geflossen piß in des Ammans [weier,] der umb sein haus geet.
So ist hinter des Ammans weierhaus, als das Lanckwasser auch doselbst zwerch über die stroß lauft und erstlich auf des Ammans grunth und durch sein wisen kompt etc. ist ettwan gewest ein kleines werlein und petwerck von holtz gemacht, das noch aber schadpar und pös ist, darüber dasselb Lanckwasser auf des Ammans grunt und poden felt; das hat ettwan der Starck und soll auch der Amman noch machen lassen, das er aber nit meint zu thun, sunder die stat süll das pessern und machen lassen.
Auch dienet dasselb obgeschriben werlein darzu, wenn das ist, das der Amman an seinem weier etwas machen, pawen oder vischen will, so soll der Amman das Lanckwasser an demselben ente schutzen und versetzen und das Lanckwasser leitten durch ettlich alt greben, die doselbst sein, die er raumen und das wasser dordurch in sein kleins weierlein füren [soll]. und von dannen in denselben greben lauft der pach neben der fleischhacker smeltzhtütten auf die stroß und zu dem obern Galgenhoff zu, do kompt der pach wider in den alten fluß, also das das Lanckwasser oder Vischpach ie in alleweg herein gee. als er dann des gegen einem erbergen rat verschriben ist zu thun etc.
[147a] Der Amman soll auch sein slegel am weier nit ziehen, er so hab dann vor das Lanckwasser oder Vischpach herumb pracht, das es forderlich lauff in dem graben zu dem obern Galgenhoff und wider in des Vischpachs und den rechten fluß komen sei; dann wo er des nit thet, ee er den slegel am weier gezogen het, so geschehe ein saumnuß, dann er bedarf zwen tag darzu, ee er das Lanckwasser an dem obgeschriben werlein recht versetzt und hinumb in den greben [prengt], und das sich dieselben greben mit wasser verflissen und auß trencken, das es furderlich von stat gee. darumb soll der Amman den slegel nit ziehen on wissen eins paumeisters, der soll dann darzu sehen oder schicken, ob der pach herumb gee oder nit. des ist der Amman also gen einem rat verschriben, er und die, die das weierhaus innen haben gehabt biß here.
Mer soll der stat paumeister in gutter acht haben und dorinnen sich erfaren, ob das were, das Peter Mendel und der Geuder iren weier abliessen und vischten oder gevischt hetten, so wirt derselb weier gar lang nit voll, also das das Lanckwasser gar lang nit in des Ammans weier kompt; wo dann der Amman sein slegel auch zug und zu solicher zeit auch vischen oder ettwas an seinem weier machen wolt, das precht schaden, dann der Vischpach gar müsam oben umb des Ammans weier in des Lanckwassers fluß zu prengen ist. wiewoll der Amman des verschriben ist, das er in alle weg den pach herein geen muß lassen, so ist doch gut, das sich ein paumeister erfare und mit dem Mendel und Amman bestell, das ie einer ein kleine zeit vor und der ander nach ir sach furnemen, dardurch der pach nit gehindert wert; dann man sein nit geratten mag in der stat.