So ist der Amman schuldig die prucken zu machen und in wesen [zu] halten, so uber sein weier vorn über das güßpett geet, also das man darüber faren, reitten und gen mug. und ob iemant dardurch schaden gesche, das solt er außrichten.

[147b] Auch ist der Amman mer verschriben und des gleichen sein vorfodern, die das weierhaus piß her inngehabt haben, das dann ein zinsmeister der stat in seinem puch hat verzeichent und das in guter acht haben soll, als hernach geschriben stet:

Zu wissen, das Fritz Amman sich gegen dem erbern rate zu Nürmberg verschriben hat, das er sein weier zu dem weierhaus, des Starcken weierhaus genant, woll bewaren und versorgen, also das er nit abprech und niemant kein schade davon geschee; ob aber darvon pruch oder einicherlai schade geschee, da got vor sei, so hat er zu einem vorpfant sein haus, das hinden an Steffan Kolben haus stösset, am Milchmarckt gegen Jorg Zenners haus über gelegen, einem ratt für dreuhundert guldein verpfendt, die solten [als dann] dem ratt verfallen sein, solich schaden dormit abzulegen, als denn des ein brieffe in der losungstuben vorhanden ist. das soll also ein ieder zinsmeister in acht haben und ie zu zeitten fragen, ob das gemelt haus unverkümert und iemantz anders versetzt oder verkauft sei, und ob das also verkauft oder in ander hent komen wer oder wurde, daran zu manen, das wider solich vermechtnus dem ratt umb dreuhundert guldein in der stat auf gewisen erbstucken geschech.

Item der Amman noch sein gewalt sol auch mit dem Lanckwasser nit wessern noch das sust abslagen pei einem pfund newer heller, als oft das geschech. das soll ein paumeister in guter acht haben.

[148a] Von dem Vischpach und den prucklein darüber.

Als nun der Vischpach und das Lanckwasser in des Ammans weier kumpt, wie vorn geschriben stet, also ist nun ein schutzpret gemacht in einem gerinn und graben oberhalb des rechen am selben weier auf der seitten gegen der stat. mit demselben schützprett versetzt man den pach, wenn sein not tut, oder [lest] sein vill oder wenig herein lauffen durch dasselb schutzprett. [dasselb schutzprett] und gerinn pei demselben prett soll der stat paumeister machen und in wesen behalten, also das der Amman nichtz damit zu thun hat. zu demselben pret hat der Gurtler den slussel, dann es ist verspert. darzu so soll bestellen der stat paumeister einen gesellen und dem ein trinckgelt geben alle jare, der des pachs warneme an demselben ent und schutzpret mit aufziehen und niderlassen, darmit des pachs nit zu vill oder wenig herein gee; wann wenn sein zu vil ist, so lauft er auß vor der stat in die stroß pei dem Galgenhoff und in der stat an der Kottgassen und Preittengassen, auch am Kornmarckt, und stembt auf das pflaster und spület das auß etc. ist sein dann zu wenig, so klagen die zwen müllner in der Krotten und Almussenmüll, also das man darmit ein moß halten muß, wo die pech dann pede so groß sein, und das man des pachs doch neur ein nottorft herein lest. was dann uberichs wassers in weier ist, das fellt über das güßpett und über das wer hinab hinter dem Siechgraben und lauft also pei der Snödin weierhaus in die Pegnitz; es wer dann, das man des Vischpachs dem Gnotzamer vergünt zu der Faltznerin hamer, wie vor steet.

Es soll auch derselb geselle, dem ein paumeister den pach bevilcht, sehen zu den dreien gittern, die vor der truhen auf dem graben als der pach in die stat kumpt, und im zwinger, auch [hinnen] an der hochen statmaur sein, die man auf und nider ziehen und lassen mage etc. darzu der Gürtler die slüssel hat, wenn man des pachs vill oder wenig herein lest, das er dann mit denselben gittern auch darob sei, das die auf das wasser und nit darinnen oder zu ser darob steen, auch das sich nichtz doran lege oder swelle etc. dem gesellen gibt man ein jare davon vier pfunt alt; und des wart ietzunt der Spenkuntz, dem hab ich das befolhen, dem ich auch solch vier pfunt gib zu sant Thomas tag [21 Dec.].

[148b] So ist ein pös prücklein zu nechst bey dem obgeschriben schutzprett über den Vischpach. desselben prucklein ist der stat paumeister nit schuldig zu machen, und ich hab auch nie nichtz doran machen lassen, dieweil ich paumeister gewesen pin, sunder ich hab vernomen, das die fleischhacker von irs viechs wegen, das sie do in den walt treiben, das ettwan gemacht haben, und der Amman das auch zu zeitten gepessert hab sider her etc. wiewol in einem alten puchlein steet, das in der losung stuben ist, das das weierhaus dasselb prucklein machen soll etc. dann es ist noch ein pös prücklein.

Der pach lauft auch herein also piß zu dem obern Galgenhoff; do geet über den Vischpach ein prucklein, wann ein stroß da fur geet gein der smeltzhütten und zu des Mendels weierhaus und also in den walt doselbst. dasselb prucklein sullen die pauren von dem oberen Galgenhoff machen und der stat paumeister nit, das ine Peter Mendel auf ein zeit also von ratz wegen gesagt hat. wol hab ich denselben pauren mit altem holtz ein stewr darzu gethon von der stat wegen etc.

Von dem öberen Galgenhoff geet der pach zu dem anderen Galgenhoff und do zwischen ist ein prucklein über den pach auf der stroß, die do von der stat hinauß geet gein [Korenberg, Wendelstein] und [Rott] etc. dasselb prucklein ist der stat paumeister schuldig zu machen und in gutter acht zu haben, wann es ein lantstroß ist und vill reittens und farens darüber geet etc.