Fürter so geet der pach darnach durch den underen Galgenhoff und als mitten pei der Zigelgassen vor des Grubers hoff und heusern über. do leit ein prunnrören gegen der stat, dardurch das wasser von dem Vischpach lauft in der zigler hüll; doch ist dieselb rören vermacht und auch [149a] verspert, also das nichtz dardurch lauffen noch gen mag, man öffen dann denselben zapfen; darzu hat der Gürtler den slüssel. und wenn das ist, das die zigler vor der stat im summer oder sunst im jare nit wassers haben und sie dann das der stat paumeister zu wissen thun, so lest man in des wassers zu geen durch die obgeschriben rören und rinnen, die [hinden] an den rören ligen verdeckt von dem pach piß in der zigler hüll. dieselben rören und rinnen dann der stat paumeister allwegen gemacht und in wesen gehalten haben und noch also halten mitsampt dem schutzprett dopei etc. und man versetzt den pach auch doselbst mit einem klein prett, das kaum eins schuchs hoch ist, dardurch der pach ein wenig stembt an demselben ent, und doch dennoch über das schutzpret überfelt etc. und wenn sie die zigler also wassers bedorfen, so soll man in das geben ein stund oder zwue und den andern tag aber sovil, wo so grosse dürren ist; dann die müllner an dem pach, als der almussen und krottenmüllner des nit gerotten mügen, und sunderlich wenn solich dürren ist, so ist des wassers überall wenig; wo aber der Vischpach groß ist, so mag man in destermer wassers zu lassen geen. darinnen muß sich ein paumeister selber wissen zu richten nach dem pesten etc.

Zu dem undern Galgenhoff sein ettwen vill prücklein über den Vischpach und sunderlichen ein prücklein mitten im dorf pei der vorgeschriben prunnrören an der Zigelgassen; der aller keins ist der stat paumeister schuldig zu machen, sunder dieselben prücken sein die pauren doselbst schuldig zu machen.

Ferrer geet also der pach vor dem underen Galgenhoff hinden und neben fur den Tafelhoff und doselbst pei dem Tafelhoff geet ein prücklein über den Vischpach auf der stroß gegen dem walde und gein [Pillenreut] etc. dasselb prücklein das ist der stat paumeister schuldig zu machen.

[149b] Auch ist der stat paumeister schuldig zu machen das prücklein über den Vischpach aussen am statgraben zunechst vor der truhen, als pach über den statgraben herein in die stat lauft.

Item das prücklein innen an der hohen statmeur, darüber man feret über den Vischpach, das ist auch der stat paumeister schuldig zu machen.

Die erbergen herren und geistlichen veter von den kartheusern die haben ein rören unter dem obgeschriben prücklein ligent, dardurch das wasser auß dem pach in iren garten und ettlich zellen geet, des in dann ein erberger rat lange jare her vergunt hat und noch [gann] etc. dann das wasser neur hinein stembt in ir closter und kein außfluß hat stettiglichen.

So haben die frawen von sant Claren oben an der Fleischgassen ein heuslein pei zehen schuhen in ein vierung über den Vischpach gestellet und also lange jare her pracht, dorinnen man in wescht, das in also auf eines rats widerruffen zu gegeben ist.

Item das prücklein am ent der geistlichen frawen von sant Claren stadel und gartenmeur, das über den Vischpach geet oberthalb des Sündergeus, das soll der stat paumeister machen.

Item so haben die geistlichen frawen von sant Claren oberthalb des prückleins pei viertzig schuen ein rören ligent auch in dem Vischpach, dardurch sie das wasser in iren garten und closter leitten, das in dann auch von einem erbergen rat also vergunt ist.

[150a] In dem Sundergew hat der pader mer zwu rören, die auß dem Vischpach geen in sein patstuben, die er auch vor langen alten jaren also herpracht und gehabt hat.