Nemlichen und am ersten, wo der stat paumeister seiner gescheft halben das sust gethun mag, so ist es gar nott, nutz und gut, das er sam teglichs und oft pei den arbeittern sei, und vor zimmergesellen maurrer, decker, pflasterer und andern etc. ie von einem zu dem andern ab und zu gee, auch do sehe, ob sie zu rechter zeit zu der arbeit komen und frag, wo iemant nit do wer, wo der sei, und was sie arbeitten oder machen und wes sie bedörfen oder gepruchs haben, [inne] das bestellen und zuschicken etc. das alles furdert ser wol die arbeit.
Auch soll der stat paumeister zu zeitten umb den statgraben aussen und sunderlichen vor der stat thoren und desgleichen inwendig gerings umb die statmeur reitten oder geen und do sehen, das man nit geferlichen schütte zu nahent den thoren, auch das er der schrancken und prucken vor den thoren warneme und die zollner frag, ob sie icht gepruchs doran haben etc. auch das niemant hinter der meur geferlichen schutte oder herauß fare mit gepewen weitter, dann der stat gesetze ausweist.
Es ist auch not, das der stat paumeister auf das minst ein mol im jare auf den Reuhelperck selber besehe und der stat meister den maurer und schaffer mit im neme und do besehe von gruben zu gruben, was die steinprecher von velsen geraumpt oder vor in haben mer zu raumen, auch das sie der vels [nit unterhawen] und auch die vels zu grund herauß prechen, und das sie die schut aus iren gruben füren, und doch mit denselben die ander vels, auch die rinnen und ausflüß des wassers nit verschütten etc. dann es ist ser gut, das ein paumeister auch wiß, wie es gestalt sei auf dem perg, wenn die steinprecher dann in dem jare fur einen paumeister komen und eines anderen fels zu raumen begeren, das er desterpaß wiße, wo er inne erlauben wolle oder nit. wenn ich dann ie zu zeitten auf dem perg gewesen pin, so hab ich den steinprechern dann allen [165b] zusamen geben zu vertrincken zweintzig oder vierundzweintzig pfenning.
Des gleichen sol ein stat paumeister auch im jare ein mol zu den steinprechern in der heiligen gruben bei Wendelstein besehen, wenn man der stat stein pricht, was fels sie doselbst raumen und das sie die schut auch nit schedlichen schutten und zu velsen raumen die gut stein geben, und das sie auch redlichen arbeitten, nochdem man ine das taglon dorob gibt, auch das sie die wegen und fure mit den stein redlich herein laden etc. so hab ich gemeinlichen zu sant Jorgen tag [23 Apr.] angehaben alle jar und die steinprecher hinauß gesant stein zu prechen ein sechs oder acht wochen.
Und der stat paumeister soll alle jar umb sant Michels tag [29 Sept.] ee dann die kelt angeet, bestellen mit der stat slosser und dem zuschicken einen redlichen gesellen von den [taglonern], der do wisse, wo alle thore und thurlein sperrer sitzen, und darzu bestellen ein pfunt oder anderhalbs guts lautters paumöl auch zwen oder drei flederwisch etc. die sollen auch pei in haben ein plossbalck und hadern und sullen gen auf ein montag oder eritag und [nit auf ein freitag oder sambstag] etc. zu allen statthoren und türlein, grossen und kleinen, an den inneren und euseren thoren und darzu verpotten und forderen desselben thors thorsperrer und thurlein sperrer oder ir slussel. und dann soll der slosser dieselben sloß außsteuben, fegen und wischen so er pest mag, und desgleichen die hocken, engel und ör an den panden und die dan schmiren mit dem paumöl und die sloß und thore auf und zu thun ein fart zwai oder dreu mall, also das die fertig und geng werden, und darnach [dem thorsperrer], welcher nit gegenwertig gesein mocht und des slussel do werden, dieselben slussel alspald wider heim tragen und furpaß geen zu einem andern thore etc. der slosser soll auch eben aufsehen und in gutter acht haben, ob er icht pruchs sehe an den grossen und klein thoren oder thurlein auch desgleichen an slossen und slusselen, oder ob die [166a] thorsperrer icht pruchs doran hetten etc. das soll der slosser dann furderlichen der stat paumeister zu wissen thun, dardurch das gewent oder gepessert werd etc. der ding ist not auf das minst ein mol im jare, darzu zu sehen, die sloß rechtfertigen; dann es zu zeitten kompt, das man pei nacht öffen muß in einer eil, und wo dann die ding nit vertig sein, so ist man gesaumpt sunderlichen an den durchschliffenden türlein, die durch die statthor geen, die selten geöffent werden, und die sloß im summer voll staubs werden. auch soll man ie kein leinöll darzu nemen, dann das legt sich an und legt sich der staub dorein und gewint ein haut, die nit wol herab zu prengen ist etc. und wenn der slosser die ding also außgericht hat, so gibt im der stat paumeister ein vierteil weins oder vier grosch; dem tagloner lont man sust an der stat arbeit etc. solicher sloß aller ist an den funf statthoren und thürlein achtundsechtzig.
Mer sol der stat paumeister alle jar umb sant Michels tag [29 Sept.] ee die kelt angeet bestellen mit der stat zimmergesellen oder der stat tagloner einem, der richtig und darzu [geschickt] sei, und dem soll er kauffen sechs pfunt sweinnensmaltz und den do smiren lassen die spindel oben und unden am wasser, doran die schloßgattern hangen, also das er die schrauben ein moll zwei oder drei stunt auf und abtreib und darob sei, das sie durchauß gesmiret werden, und ob icht gepruchs doran wer, das er furderlich der stat paumeister zu wissen thue. darumb darf man einem nichtz geben mer dann sein taglon, als man im sust geb etc. der schrauben ist oben am wasser vier und unden am wasser zwue schrauben.
Nachdem und die von Wert in dem vierundsechtzigsten jar furnamen, ir thüll umb den marckt zu vernewen und domit herauß furen weitter dann vor das alt thull gestanden was, nemlichen den alten schießstuben geleich, die vor verrer fur das alt thull gingen, und sunderlichen zwischen irem stat thor und dem [166b] Wollenthore irem alten graben darvor vor dem alten thüll gewest [war], gantz einfingen, darauf ein erber ratt Frantzen Rumel und mich hinauß santen das zu besehen, nachdem das also an ein rat langt etc. das wir dann also fanden, das sie mer dann vor eingefangen hetten. darauf was ir antwort: der marckt hett do zwischen den zweien thören ein grosse krüm und plinten ort hinein gehabt, zudem das sie irer [ram] und nottorft halben sust ser eng hetten, so hetten sie das ungeverlichen und im pesten also gethan. darauf mir ein erber rat befahlhe, das ich dann Albrechten Kressen irem richter, Narcius Haller und Closs Pocken, als gemein meister, sagt, das sie das verrer iren ratzfreunden auch zu wissen tetten und darob weren und mit den iren auch bestellten, und das sie selber nit weitter mit dem newen thüll herauß furen, auch sust nit herauß pautten weder mit schießstuben zu der were noch sust on eines erbern ratz gunst und willen. darauf so pleib das new thüll und das, das sie eingefangen hetten also steen etc. das soll ein paumeister kunftiglich in gutter acht und sein aufsehen darauf haben.
So soll der stat paumeister umb Michaelis oder wenn in das not [bedunck] besenden alle, die meister zimmerwercks hie sein, und die außteillen und sie bescheiden nach ratte meister Dubingers und meister Rupprechtz allenthalben auf die prucken in der stat: also wo sich ein güß macht oder ein wasser keme, das dann ein ieder meister mit allen seinen gesellen kem auf die pruck und an das ent, do er hin beschieden worden ist und do allen vleiß thu, darmit das holtz, ob im des zufluß, auß dem wasser gezogen werd oder aber das durch die prucken leitten und desgleichen die eisschellen auch durch leitten und darob sein, das sich nichtz an die prucken lege, so sie pest mugen etc. und sullen auch nit abgeen on erlaubung eines paumeisters oder des stat meisters meister Hannsen Dubingers. wo sie dann also do arbeitten, so soll in der stat paumeister iren taglon geben, oder ob sie nit ein tag do weren sust ein trinckgelt geben.
[167a] Darzu soll der statt paumeister mit der stat werckmeister dem zimmerman, als ietzunt meister Hans Dubinger ist, bestellen, das der zwen seiner gesellen hab, die auf in warten und das er gee ie von einer pruck zu der andern und den andern meistern und gesellen zusprech und seche was die thun, und wo sein am nöttigsten ist, das er mit helf zugreiffen.
So soll der stat paumeister die andern zimmergesellen, die an der stat arbeit sein, sust zu ieder pruck und pollwerck ein bestellen der do hab ein schlussel zu den hocken, eisschauffellen und seile die do sein pei den prucken an den enden als hernach steet, das er die her fur such und gebe.