[163a] Darnach so hab ich gelt ine einer puchsen gesamet das gantz jare, das dann die werckleut meinen ehalten zu trinckgelt geben, wenn man mit einem rechent, auch der stat walthawer, und wenn man ein eich hat von Reuhelpergstein etc. als dann davoren her geschriben steet pei iedem, was er gibt. des geltz gefellet ein jar pei zweintzig in vierundzweintzig pfunt alt, das haben vor ettlich paumeister selber behalten. also nim ich das selb gelt halbs oder den meisteil und teil das ander unter mein ehalten und besunder dem knecht den meisten teil, dann er die meisten mühe mit inen und mir darinnen hat; und mit dem uberichen, es sei acht oder zehen pfunt, gib ich meiner hausfrawen und loß sie darumb visch und wein bestellen, und lade darzu auf den weissen suntag zu nacht oder den nechsten suntag darnach zu gast darzu meister [Ekarius], Hannsen Ruprecht, den Gürtler und sag ine, das ich der stat rechnung gethan hab und geb ine do ein [rechenwein].
So hat ein stat paumeister vor dem nechstvergangen krieg auch mer gewaltz gehabt dann ietzunt, sunderlichen mit arbeit für zu geben und machen lassen, auch wo trefflich meister herkomen, die ettwas furhielten, den rede gestatten und zu denselben wercken greiffen, in auch darumb thun und willen machen alles nach eines paumeisters gut beduncken. das aber alles ist abgenomen worden, also das ein paumeister in nichte news geen dar treffenlichs, noch kein meister umb solte oder gelt bestellen on eines rats verwilligung etc. wol mag ein paumeister einem ein bescheiden trinckgelt geben und versprechen, der ettwas fur ander kan oder thut an der arbeit, dann einer mit steigen, rüsten, zimmern, steinhawen geschickt, behenter und rustiger ist dann ein ander. darein muß sich ein paumeister selber richten und sich des gewaltz gleich woll nit zu vill prauchen.
In sunderheit soll ein paumeister gewarnt und des geflissen sein, das er nichtz machen loß von gepewen auf der vesten, kleins noch groß, [163b] on wissen und willen der obersten herren und heuptleut, die ie zu zeitten sein, es wer dann ob dem burckherren, thorwarten oder thürnern an offen, glesern, leden zu flicken oder pesserung nott wer ongeverlichen.
Auch desgleichen auf sant Sebolts und sant Laurentzen thüren, do die sturmglocken hangen; dieselben zween thüren die stat pessern lest und in wesen helt, was pruchs doran wer, es were an der slach oder sturmglocken oder den thürnen, das soll auch den oberen haubtleuten furpracht werden und nach irem ratt furgenomen werden. im achtundsechtzigsten jare macht man unter [die] slachglocken auf sant Seboltz thuren newe eichen furm und gelen pretter.
Was sust der stat krem, thuren und zinsheuser sein, die soll ein paumeister mit dachen und decken bewaren, auch an slossen und leden zimlich pesserung thun, und auf den versperten thuren und iren frawen herniden ir öffen und glesser desgleichen pesseren und machen; aber was pruchs an öfen und glessern in den anderen thurnen und der stat zinsheusern ist, das sullen die, den dann ein zinsmeister die lest, selber machen und pesseren lassen, das dann der zinsmeister iedem soll sagen, wenn er ine die lest oder leicht, es wer dann, das man in sovill und langen jaren nichtz an glesern gemacht hett und so erfault weren; do muß sich ein paumeister selber einrichten.
Ein wildpader, der ie zu zeitten do innen in dem Wildpad ist, der lest die wannen halb pinden, wenn sein not ist, und der stat zinsmeister den anderen halben teil, dann die wannen sein halb der stat; damit hat der stat paumeister nichtz zu thun. aber kurtze pretter über die wannen soll ein paumeister darzu geben, und ob an [164a] kessellen und camerwenden icht pruchs wer, soll ein paumeister pesseren lassen.
Was auch in der wag an gewichten und wagen abgeet, auch in dem gewanthaus von pöcken und [prettern] zu den tuchen, soll ein paumeister [machen] lassen. was schregen die lederer auf irem haus haben, die machen und pesseren sie selber, und ein paumeister hat dieselben schregen im anfang vor jaren hinauf machen lassen.
Auch wenn das ist, das zu dem [heiligtumb] so vil gewants herkompt, das dieselben unten in dem gewanthaus nit alle gesteen mugen und zu eng ist, so hat man zu zeitten auf der wag feil gehabt. wo des not geschee, so soll der stat paumeister pretter, pöck und stent auf der wag zurichten lassen, darauf die leut feil mugen haben etc. auch so hat der Petz Thürre auf dem gewanthaus ettlich tisch und anders, das zu dem haus gehort und auch mit der stat schilt geprennt ist etc.