In die rechnung des außgebens schreibt man am ersten den zimmerman mit seinen zimmergesellen, darnach den maurrer mit seinen gesellen, dem rechet man zu alle taglöner und die pfert, die man an der arbeit hat; darnach die pflasterer mit iren gesellen und einem karnpfert, darnach tüncher, kleiber, Rörenheintzen etc. waß iede parthei alle wochen gearbeit und an was enden der stat die gearbeit, gekost und verdinet haben; darnach der Gürtler und schütmeister, was ich den geben habe; darnach der püttner, haffner, schreiner, glaser, seger, wagner, seiler, kandelgiesser, goltschmit und [moler] etc. auf welchen tag und wie oft ich mit der iedem abgerechent habe; mer von den tieren im statgraben, was die gekost haben; auch die nachtmeister, was die das jar verdinet haben; darnach waß ich fur eissenwerck außgeben und wenn und wie oft ich mit den smiden und slossern abgerechent habe; darnach was holtzwerck ich kauft habe und wenn, auch wie oft ich mit der stat walthawer abgerechent habe; darnach was ich für Reuhelperg, Kornperck und pflasterstein, auch zigelstein und kalck außgeben und von iedem gekauft und ie zu zeitten abgerechent hab; [161b] darnach was ich zu vorauß und trinckgelt auch für allerlei unkost sust außgeben hab; darnach [was an außstenden] schulden und an parem gelt noch vorhanden ist und wer dieselben schuldiger sein, ein ieder mit namen und zunamen etc. die dinck werden alle auf das kürtzt in der rechnung geschriben, das doch ietzunt und doher zu lanck wer zu schreiben. denn wenn ein paumeister kunftiglichen [rechnung] thun wolt, so soll er an die herren die losunger begeren, das sie im der nechsten rechnung, so vor im gescheen sein das nechst oder das ander oder das drit jar, eine herauß leihen, doran dann ein paumeister eigentlichen sicht, auf was furm er sein rechnung machen und schreiben soll.

Auch so hab ich an meiner rechnung keiner nie kein abganck des geltz, so ein paumeister ein nimpt und außgibt, gerechent, noch an das außgeben nichtz geschriben, das mir vill oder wenig abgangen sei, wie wol das solche rechnung an abgang mit überzellen, pösen pfenningen, vergessen an zu schreiben etc. nit wol gesein mag. iedoch so hab ich das albeg von meinem gelt erfult und die rechnung und sum fur voll gemeiner stat dar gelegt.

Dan so vorderen die herren der stat paumeister wider hinein und sagen im die zwen herren, die von ratz wegen pei der rechnung gewesen sein, wie sie die rechnung verhort haben, das wollen sie einem erbern ratt zu erkennen geben etc. darauf geben die losunger dem paumeister fur sein solarium alspalt ein hundert pfunt novi. und die rechnung so ich den herren piß her gethan hab, die hab ich allewege lassen schreiben den Caspar Elchinger und im darvon geben acht pfunt alt allein schreibgeltz und darzu das pappier und copert. dieselben rechnung loß ich den herren in der losungstuben und ich behalt der ein abschrift [mit] meiner hent geschriben. wenn dann also die rechnung geschicht, so gib ich dem Meychsner, dem hausknecht, zu trinckgelt acht grosch oder sechtzig pfenning.

[162a] Wenn dann die herren darnach das einem erbergen ratte für prengen, so soll ein paumeister außtretten, ob er im rat ist. dann lest man einen paumeister wider in den ratt, so sagt im ein burgermeister, wie die herren, so pei der rechnung gewesen sein, einem erberen ratt woll gesagt haben, das die rechnung recht stee, oder ordenlich wider rechent hab etc. und darauf laß in ein ratt pitten, das er wider darob sein woll piß zu dem newen ratt; dorpei besteet es dann piß zu dem newen ratt.

Auch hat der stat paumeister vor jaren und sunderlichen pei des Grasers seligen zeitten mer von dem paumeister ampt gehabt an gelt auß der losungstuben, und sunderlichen was alts holtz abgangen ist von prucken und anderen dingen, ist alles eines paumeisters gewest; auch hat man ettlichem ein pferlein gehalten. aber nach des Grassers seligen tod und sider des nechst vergangen krigs und nachdem ein ratt in andere der stat ampt auch gesehen hat, so hat man einem paumeister sein lon gesetzt auf ein hundert pfunt novi, und die spenn und kurtz klupfel und abholtz, das von dem newen zimmer abgeet ungeferlichen, das sament man zusamen und fürt das mit der stat pferden dem paumeister heim; und was von altem holtz abgeet. soll man verkauffen und der stat solich gelt geben, das ich dann also pißher auch gehalten habe.

Nachdem und der Duwinger auf die Peunt kam pei des Colers zeitten in des Loters des weitmessers gemach, der vor in demselben heuslein saß, do begunt der Coler dem Duwinger, was er spen im haus prent; des hab ich im piß her auch nit abgeslagen.

[162b] So hat der Gürtler vorauß und alleweg gehabt von altem holtz sein prennholtz und spen auf dem hoff, das hat er noch in seinem haus zu prennen.

Des alten holtz verkauft man ein fuder mit dreien pferden oder mit vieren den ziglern für sechtzig pfenning oder dapei mer oder minder darnach es gut ist. die alten schrancken an der lantwer gab ich ie einen umb zehen pfenning oder ein fuder pei funfundfunftzig und in sechtzig pfenning. sust verkauft man den taglonern und andern über jar eintzlichen vill alts holtz, das hin und her abgeet. dasselb gelt muß der Gürtler samen und einem paumeister verrechen, das dann verrer in der stat rechnung kompt.

Zu zeitten so lest man solichs alts holtz aufhawen und verkauffen das also gesetzt, oder der Coler nimpt des zu seinem salpetter siden im marstall, oder man heitzt die packöffen damit alle jar auf das minst ein fart, das sie dester minder verderben oder schaden nemen.

Ein jar so gefellet an gelt von spen, die man auf der Peunt verkauft und an andern enden, wo der stat zimmergesellen arbeitten, pei sechtzig pfunt alt. solichs gelt nimpt mein hausfraw ein, das dann alleweg die paumeisterin vor her also eingenomen haben, dapei laß ich es auch besteen. dasselb gelt samet der Gürtler ein und gibt das meiner hausfrawen, die im dann zu dem newen jar auch ettwas schencket als ein hemde oder dergleichen zu liebung.