Der stat paumeister thut alle jare zu dem newen ratt von seines ampts wegen gehorsam in der ratstuben in gegenwertigkeit eines erbergen ratz, und so man den ait im stat buche folio dreuzehene also gelesen hat; so stet darinnen: das kein paumeister nichtz hinleihen soll von gelt noch anderem der stat zeug on wissen und willen eines erbergen ratz etc. des begert dann ein paumeister lüftung, dann man zu zeitten der stat walthawer, auch auf pflasterstein, auf kalck und sust ettlichen werckleuten auf ir arbeit gelt leihen; auch zu zeitten so pittet einer umb einen schütkaren, einen nideren wagen, ein hoyer etc. zu leihen ungeverlichen, oder einem zurindet latten, ein pretten, zwei dreu pretter, spünt etc. des ein paumeister einem umb sein gelt nit wol versagen kan. das man das alles kund oder mug an einen rat prengen, wer ser müsam; dar innen wirt dann einem paumeister geluft, also was er von zeug hinleich, das man das verpfendt. dorein muß sich ein paumeister selber richten; aber wo einer ein winten oder krieg oder solicher seil, die man dann nit als gantz wider gibt, entlehen wolt, desgleichen umb sein gelt holtz, pretter oder ander zu einem gantzen paw haben wolt: das alles weis ich an einen erbergen ratt, was man mich dann heist darleihen oder geben, das thue ich gern.

So hat der stat paumeister einen bergamenen zettel, die man im alleweg nach seiner rechnung in der losungstuben vernewet. doran schreibt man alleweg, wie vill geltz der paumeister einnimpt auf der stat pew; die gegenzettel behelt der stat paumeister in seiner gewalt. so schreiben die herren das in der losungstuben in ire register auch ein. wenn es dann zu der rechnung kompt, so legt ein paumeister dieselben sein zettel dar, die wirt nach der herren register abgelesen und ein sum darauß aufgezaichent etc. alles nach pfund novi gerechent.

[160a] Süst was dann der stat paumeister ein nimpt von kalck, alts und newes holtzwerck, stein und anders, das ein paumeister den leutten zu zeitten nit wol umb ir gelt versagen mag, dasselb soll ein paumeister in seiner rechnung auch fur einnemen darlegen und beschriben geben.

Mer der stat paumeister tut alleweg gewonlichen sein rechnung in den ersten vier oder zehen tagen der vasten. und wenn er rechnung thun will, so soll er sich des mit den herren in der losungstuben ein acht, zehen oder vierzehen tag vor unterreden und vertragen, auf welchen tag sie sich darzu mussigen wollen, solche rechnung zu hören; und auf welchen tag sie im dann zusagen, darnach und darauf soll sich ein paumeister mit seiner rechnung schicken, das er auf die zeit fertig domit sei.

Wenn er dann weiß auf welchen tag die rechnung sein soll, so soll ein paumeister vor drei, vier oder sechs tag das einem burgermeister und einem erbergen rat zu erkennen geben und pitten einen burgermeister, das er im wöll iemant zu beschaiden von eines erberen ratz wegen, der pei der rechnung auf die zeit sei etc. demnach so gibt ein ratt darzu gewonlichen zwen der elteren herren, die dann einem paumeister benent werden. die muß dann darnach nach dem ratt ein paumeister auch pitten, das sie sich auf denselben tag darzu mussigen wöllen, die rechnung zu verhören.

Ein paumeister soll auf den tag und man die rechnung hören will zu den losungern geen, wenn sie nach mittag in die stuben geen, und die do fragen zu welcher zeit sie die rechnung [160b] verhören wollen. das soll er dann zu stunde den zweien herren, die im von ratz wegen zu beschiden sein, zu wissen thun, und sie abermals pitten auf dieselben stund do zu sein.

Auch wenn die losunger dann die rechnung hören wollen und die zwen herren, von ratz wegen darzu gegeben, gegenwertig sein, und man sie alle hinein vordert, so list der losungschreiber einer am ersten der herren register gegen des paumeisters bergamenen zettel, waß man sider der nechsten des paumeisters rechnung dem paumeister geben hab von gelt auß der losungstuben, des gleichen dann in des paumeisters rechnung auch geschriben steet gleich als in der zettel. und so man das gleichlautent vindet und davon ein sum aufzeichent etc., so list der losungerschreiber dann einer verrer in derselben des paumeisters rechnung, was er mer hat eingenomen von kalck, holtzwerck, stein und anders, das man von bette wegen und sust verkauft hat, auch von der sege eingenomen, fur das man anderen leutten gesnitten hat etc. das alles die losunger pede mit rechen pfenningen legen, und die zwen herren, die von ratz wegen do pei sein, die sehen und horen auf, was man list, und die haben auch vor in die alten rechnung des vergangen jars und fragen dapei, worumb das ettlich sum hewer mer oder minder treffen dann des vörderen jars; des muß dann ein paumeister unterscheit geben.

Dornach so list man dann das außgeben nach einander von einem zu dem andern, das dann die herren auch legen mit pfenningen; und so dann das außgeben auch auf ein sum procht und das gegen dem einnemen angesehen wirt und der [rest] gemacht, was die herren einem paumeister schuldig sein, ob er mer hett außgeben, dann eingenomen, oder was der paumeister noch uberichs geltz innen hab etc. darnach es sich begibt etc., so list man dann darnach, was noch von uberichem zeug, von holtz, stein, kalk, pretter, zigel, eisenwerck und anders vorhanden ist, das alles bezalt und die stat do ligent hat.

[161a] So soll ein paumeister dopei der herren an einer zettel verzeichent geben, was man von gar alten schulden oder von schulden, die er gemacht hat, also ob er iemant het geben von holtz, prettern, stein, kalck oder anders, das man noch nicht bezalt hett. und so das alles also gelesen und verhört wirt, so heissen die herren den paumeister außtretten.

Und in solichem außtretten hab ich den herren alleweg gesagt (nit weiß ich, wie es die andern paumeister vor gehalten haben), nachdem sie do die rechnung kurtz verzeichent und gehort haben: ob sie in ichte pruch hetten, des zu vill oder wenig geschriben wer, oder darinnen sie sust leuterung bedorften, so wer ich willig inen unterscheit zu geben, dann ich die ding alle weitter und lenger geschriben het in meinem buch; dann man die rechnung mit dem kurtzen beschreibt, dann der ding und stuck vill und mancherlai ist, und die rechnung dennoch gemeinlich pei einem buch pappirs dick wirt und fur sich nimpt.