Nachdem und in dem zwei und sechtzigsten jare umb sant Endres tag [30 Nov.] und darvor ettliche zeit der Cuntz Rußwurm mit ettlichen gesellen in seinem haus an der Kramergassen unter der vesten gelegen sich unterstunt, durch anzeigen einer frawen und eins knaben nach einem schatz zu graben und untersich an das ertrich eingrub pei vierundzweintzig schuen tieff und auf ein ganck, der in gantzen vels gehauen was, kom: in demselben ganck kam man herab in den [samenkasten] des wassers der roren am Milchmarckt, der do ist zwischen des Hanns Zollners, des plechschmids, haus und dem prunnen vor seinem haus uber doselbst etc. man kam auch in demselben gang hinauf gegen der vesten zu dem prunnen an der oberen Smidgassen vor des Rügers, messingslahers, haus und umb die rören desselben prunnen in die gassen fur des Pecherers haus: dem gruben sie darnach in seinen keller etc. man kam auch in demselben gang gegen dem Thiergarthner thore umb des Mülichs prunnen, der in seinem haus steet, und verrer kam man in des Kamerers, messingslahers, haus, alles in gengen, die in ganzen fels gehawen waren, und des an ettlichen enden das steinhebig noch darinnen lag, also das man das verziehen must, darmit man durchkomen mocht etc. und nachdem sie pei sechs wochen also arbeitten und in den gengen geraumpt hetten und [die dingen] lautbrecht wurden und an mich langten, besant ich den Eberhart Rügger, messingslaher, der dann der verleger solcher arbeit auch einer was. mit dem redt ich von befelhnus eins erberen rats, doran ir arbeit auch gelangt hetten, was er und sein gesellen domit meinten, das sie also grüben on laub eines rats und westen woll, das sie solchs pillig mit wissen eins rats solten thun; wo sie solichs in einer herren stat gethan hetten, so wurden sie hart gestroft. also patt er mich, ine nit mer dann noch drei tag zu erlauben, sie weren gantz am ent und solich arbeit wer iederman unschedlichen; sie hetten vill darauf gelegt und darunter versaumpt und hoften ie, in solt gelucken nach ir kuntschaft sag. das vergunt ich ine also mit wissen eins rats noch drei tag zu raumen. also arbeitten sie lenger, das darnach aber an ein rat langt und an die elteren herrn, die befolhen mir, nach ine allen den, die do arbeitten, zu schicken und ine zu sagen, das sie solten aufhoren zu arbeitten. clagten sie iren schaden sere und versaumnus vergangen der zeit und patten mich, ine an die herren zu prengen und sie zu pitten, ine lenger zu vergunnen zu arbeitten, sie wolten alle sweren, ob ine gelucket [194b] oder was sie fünden das alles den elteren herren zu geben auf iren vertrawen, was sie ine dovon geben, wolten sie sich lassen genugen; und patten dopei, ine an der vergangen zerung ein stewer zu geben, dann ine ir kuntschaft eigentlich sagt, das sie ie finden solten ettwas mercklichs, des sie dann ettliche worzeichen funden und gesehen hetten. darauf gab ich ine im dreuundsechtzigsten jare zu sant Anthony tag [17 Januar] zehen pfund novi von befelhnus der elteren herren und nam von ine allen und ir iedem besunder ein gelubd an eits stat, das ir keiner vor dem anderen und sie alle vor den elteren herren nicht verhalten wolten etc. darauf fur ich auch mit hinab in die geng, die pei zwelf, achtzehen, vierundzweintzig schuen tieff unter der erden waren, und kroch die mit ine auß als weit die geen. darnach funden sie aber ettliche worzeichen, die ine ir kuntschaft sagt, und arbeitten pei viertzehen tagen, aber alles unentz und vergebenlich. liessen sie davon und patten die elteren herren durch mich, ine zu vergunnen, in sant Walpurgen cappeln hinter dem altar in der ecken gegen mitternacht ein zu faren; des ine vergunt wart und mir bevolhen darob zu sein etc. darauf und im dreuundsechtzigsten jare an sant Valentins tag [14 Febr.] fingen sie an, hinter dem altar ein loch vier schuch geviert pei zweintzig schuen tieff, das sie auf zwu seitten spannen musten gegen dem gemeur, und als sie dem grunt des turns zu ent komen noch pei zweintzig schuen tieff in den vels unter sich gruben und doch auf das letzt unentz davon schieden und pei acht wochen auch vergebens doran arbeitten. dasselb ertrich ich auf der stat kost darnach ließ herauß unter die linten schutten etc. der gesellen waren zehen, nemlich Cuntz Rußwurm, [nageller], Linhart Freundt und Cuntz Hofer sein zwen aiden, Eberhart Rüger, messingslaher, Johannes Kremer, ein schreiber, Asem Helbling, ein kursner, der het ein knaben genant Steffan, Thoman Lemell, peckenknecht, Cuntz Perenecker, ein harnasch palierer, Hanns Müllner, ein zimmergesell. ine gieng grosse kost darauf auch an zeug und liechten.

Item das loch hinter dem altar hab ich oben pei dreien schuen tieff verschutten lassen und darauf wider ein estrich geslagen und von merer sicherheit wegen ein podem von prettern darauf umb den altar machen lassen, ob das loch oben einviell, das [195a] dennoch der pretter poden do plieb. man hielt auch pei sechs wochen lang kein mess in der capell, wann man ertrichs halben nit woll do mess halten mocht, wann die kirch auch stetz verslossen was etc.

[195b] Von dem hausratt und küchengeschirr.

Item der hernach geschriben hausratt und kuchengeschirr ist vorhanden auf dem rathaus, darzu herr Hanns Koler, die zeit der stat zu Nuremberg zeugmeister, den slussel hatt, anno etc. im zweiundsechtzigsten jare am sambstag vor sant [Bartholomeus] tag [21 Aug.].

Item am ersten ein grosse flaschen, dorein geet drei und dreissig moß.

Item mer ein flaschen, dorein geet zweintzig moß.

Item ein flaschen, dorein geet achtzehenhalb moß.

Item ein flaschen, dorein geet sibentzehen moß.

Item ein flaschen, dorein geet zwelfhalben moß.