Auch ist gesetzt, das niemant leim graben soll bei dheinem weg umb und umb bei der stat, er grab dann zehen schuch davon, bei sechtzig haller ie von dem tag, der do grebt oder der es heist.

[192b] Wer pawet und ertrich außschut, der soll in acht tagen darzu greiffen und soll das nach einander außfuren, die weil sein icht da ist; thut er das nicht, so soll er darnach altag geben ein pfunt haller, als im statbuch steet hundert einundsechzig folio.

Wer mist tregt an die strassen, [let] er in lenger ligen denn uber den achten tag, so soll er furpaß geben zu puß von iedem tag ein pfund haller; und wer den mist denn nimpt, der hat doran nicht missetan, es sei in der stat oder in der vorstat.

Wer hintersessen hat oder hausgenossen, der soll haben zu [seinen] hintersessen und hausgenossen ein privet; wer das pricht, der gibt ein pfunt haller, als in dem statbuch steet folio hundert zwaiundsechzig.

Und niemant soll kein unflat in hefen oder in anderen dingen an die straß werfen; wer so getanen unflat wirft an die strassen, der muß geben sechtzig haller; hat der hausgenoß des nicht, so pfendt man den, des das aigen ist.

Es gepietten auch unser herren etc., das furpaß niemant kein unflat, wie der genant ist, in der stat noch vor der stat in den Vischpach werfen noch giessen soll; wer das überfure und das man das mit zweien oder dreien beweisen mocht, der must als oft er gerugt wurde, ein pfunt newer haller zu puß geben, als in dem wandelbuch steet folio [82.]

[193b] Von dem tagwerck seil.

So hab ich, als ich paumeister worden pin, gefunden auf der Peunt ein altz tagwerck seil, das gar von einem alten pauren, der vill jar darmit gemessen hat, der das der stat gegunt und übergeben, als ich von dem Gürtler bericht worden pin etc. dasselb seil hab ich im zwinger hinter der Peunt auf der gedeckten zwingermeur zwischen dem thuren mit dem grün G und dem thuren darnach mit dem grün H verzeichen lassen an der prustwer gegen dem graben unter der zinnen. do hab ich vier eisen, eins einer spann lanck, in die maur legen lassen, sein gestalt als ein klammer, und ist ie von einem eisen zu dem anderen ein vierteil eins tagwercks; der vierteil sein also vier noch einander, das alles ist die leng von einem tagwerck, und halben weg dieselben leng oder der vorgeschriben vierteil zwai ist überzwerch zu rechen die praitten von einem tagwerck etc. will man dann das nach den schuen haben oder rechen, so ist ie dreuhundert und zweintzig statschuch nach der leng ein tagwerck und hundert und sechtzig statschuch überzwerch zu rechen ein tagwerck.

Ob nun iemant an einem seil die leng nemen und abmessen wolt, so soll man des geflissen sein, das man die leut warn, die solichs begeren, das sie das moß mit keinem newen seil nemen, es wer dann, das das in sunderheit darzu gemacht worden were, oder das das vor gar woll gestreckt und der trodel darauß komen were; dann es felet sust gar sere, das das seil auß einander geet und sunderlich, ob man damit messen wurd auf einer wisen oder acker, die naß oder darauf der taw lege, so geet das seil ser ein. in dem allen muß man sich versehen oder leut, die darvon ein meß nemen wolten, darvor warnen etc.

[194a] Von den gengen unter der vesten.