Hat einer ein hoff und der ander ein nebenhaus oder ein abseitten doran stossen und wollen die mauren miteinander, so sullen sie machen ein maur dritthalb schuchs dick und zwei gadem hoch; wellen sie aber von paiden teilen die hohen machen, das mugen sie woll thun. will aber einer die maur auf den andern legen, so soll er sie auch dritthalb schuchs dick machen und zwei gadem hoch; bedarf er ir [hohir], so mag er sie auch woll hoher machen auf seinen teill, als in dem statbuch steet folio [hundert] achtundfunftzig.

Es ist auch erteilt etc. umb all graben und reihen zu Nuremberg, das niemant kein privet dorein haben noch machen soll; wer das übervert, der muß von iedem tag furpaß geben ein halb pfunt haller.

Es sein zu [rat] worden etc., das niemant kein zins nemen soll außwendig sein haus vor dem drischeufel; wer darüber zins neme, der soll in auf das haus antworten den losungern, und soll auch niemant auserhalben seins haus von [keiner] stat, von dheiner panck, von [keinem] schrein noch schragen noch von keinem andern ding, davon er zins nimpt, herfür setzen bei einem pfunt haller, und soll auch niemant weder fewer noch rauch haben vor seiner thür bei der vorgenanten puß.

Es haben die burger etc. wer, das zwen [oder mer] ein aigen mit einander hetten, das sullen sie mit einander nit teilen, es mug dann iedem teil werden funfundzweintzig schuch weit vorn gegen [der] strassen; wer aber, das das aigen als weit nicht were, so soll einer dem andern sein teil nicht abkaufen oder im zu kaufen geben. mochten sie aber pede uberein nicht komen, so sollen sie das gantz eigen mit einander also gantz verkauffen. wer aber, das sie dasselb eigen haben wolten, so sullen sie es umb zins hinleihen, wer allermeist davon geben will; wolten sie aber mit wilkür bei einander [ungetailt] [192a] darinn sitzen, das mochten sie woll thun.

Es haben auch gesetzt die burger vom ratte, ob das wer, das zwen oder mer ein aigen mit einander hetten, und ob sie das mit einander teillen wolten, welcher dann das merer teil an dem aigen hett, der solt mit dem loß an ein ort vallen nacheinander, und haben aber an dem aigen mer leut teil, so soll aber der merer teil des aigens pei einander pleiben und zu einander gefallen mit dem loß, ob sie es teillen wollen. und wer auch, das in den sachen kein stoß wurd, derselb stoß solt steen an schöpfen und an rat, als in dem statbuch steet folio hundert neunundfunftzig.

Es ist auch gesetzt, das niemant furpaß nicht pawen soll vor seinem haus oder vor seinem geswell, es sei vorn oder hinten, on der burger rat, es seien kellerhelse oder was es sei; wer das pricht, der muß ie als oft geben funf pfunt haller an die stat und er muß dennoch den paw abprechen. und ob vor diesem gesetz icht gepawet ist zu unrecht, das soll darumb nicht besteen, man mug es rechtfertigen wenn die burger wollen.

Es ist auch gesetzt, wer rinnen hat geen auß seiner kuchen oder seinem haus und unrein wasser darauß geust und laitet, der muß geben ie von dem tag ein pfunt haller.

Wer auch pawen will, der soll mit zigeln oder mit leim pawen, er soll auch mit zigeln decken; wer das pricht, der gibt funf pfunt haller.

Und wer ein hultzen want macht, der soll sie gegen im cleiben, und der an im sitzt, der soll die ander seit cleiben, ob er selbs ein want nicht enhett, pei der vorgenanten puß.