Nochdem der Cuncz Preuß, müller, iecunt zu der Weidenmüll in sant Laurenczen pfar gesessen, mich als der stat paumeister etwen oft hot angeloffen und geren gesehen het, das ich von gemeiner stat wegen das wer und tham, das do get zwischen der Pegnicz und vor der deutschen heren wissen herumb unterhalb der prucken, die vor zeiten doselbst hinuber gangen ist, auch pesseren het lossen und gesagt, ich sei des schuldig, und eß haben die deutschen heren des brieff. und wiewol ich auf dem rothaus in pucheren auch in der losungstuben brieff uber die Weidenmüll gesucht und gehort hab, so hab ich doch nindert finden künnen, weder das ich oder iemant anders das schuldig oder nit schuldig zu machen sei, anders dan, das ich von her Hannsen Koller seligen, auch dem Gürtler albeg gehort hab, wie eß von alter heer kommen sei, als in eim artickel dan stet voren in dem puch a folio 183 [215b], das man dann mit der gewer also heer procht hot, des ich mich dan also pießheer gehalten hab. iedoch hab ich mit dem Tryßler im deutschen haus gerett auf anzeigen des müllers, das er mir zu lieb ir pücher, brieff und reigister derhalb ubersehen hot und dorauß mir ein zettelein geben, waß er in iren brieffen derhalben find und anders nit. das stet hernoch geschriben und laut also: eß sol auch derselb müller den weg auf dem werc seins farens halben wessenlichen und unprechenhaft halten oder süst mit der pesserung und pawen desselben wers sol er nichtz zu schicken noch zu thun haben.

Anno 1473.

Nochdem in dem 73 jar die schiltroren unter der vesten ser wenig wassers und herr Jobst Teczel geren mer wassers do gehabt hett, wart dorvon gerotschlagt, unter dem vels oben von dem samenkasten und eingang, do sich dann die hulczen rören anfochen oben unter der vesten vor des alten trotzihers haus von demselben sammenkasten hinter sich zu graben im fels zu und an den prunnen unter alt Nüremberg. das dann herr Jobst Teczel bestelt durch den Rorenheintzen, Perchtolt Tucher, Bernhart Walther und Jobst Schreiner, und abwegen ließ und doran hohen und wassers [genug] fant; und man verdingt das 2 steinmeczen, die sust 2 gesellen zu in namen, den gab man von befelnus eins erbern rats, ie von 6 statschuchen lanck, 7 statschuchen hoch, 3½ statschuchen weit albeg 8 pfunt alt fur kost und lun, auch die erden herauß zu tragen und fur liecht, in den vels ein ganck gegen dem prunen unter alt Nüremberg zu prechen. dorein sie prachen ob 37 klofter lanck in 15 wochen alles noch rat und anweisung Bernhart Walthers und eins instrumentz, das der Jobst, schreiner, macht auf furgeben des Bernhartz, dordurch die gesellen snuerrechtz an und auf den prunen unter alt Nüremberg kumen. aber des wassers was am zufluß nit als vil im prunen unter alt Nüremberg, als man sich des [216a] im anfang versach. dann eß ist groß dorauf gangen und kost [mit] 97 pfunt alt 18 pfenning, die Peter Nuczel etliche vergangen jar heer dar gelihen het, die ich im auch wider gab von befelnus eins erberen rats. und das sust überall dorauf gangen ist das als macht pei 149 pfunt novi, [doran] die nachperschaft ir anzal geben solten, und vorauß die, die das uberig und verloren wasser der schiltroren geren heim furten, als herr Jobst Teczel oder die herren von predigern oder wem eß ein erber rat dann gunt, dann das gelt stet gemeiner stat noch also aussen.

Im 73 jar zu sant Michels tag [29 Sept.] hot man pei dem Werder türlein an der statmawer fewerhocken und leitteren aufgehangen, die vor nit gewest sein; das ist geschehen auf begerung und anprengen der nachperen dopei gesessen.

Item im 73 jar zu sant Anthoni tag [17 Jan.] wart des Pemers, richters, gemach auf der vesten geraumpt 1½ nacht und ie von 2 schefflein 3 haller geben, kost mit allen dingen 18 pfunt alt 5 pfenning. das raumpt man vor dem haus oberhalb des unteren prucktors, do pricht man durch die mawer.

Item im 73 jar zu sant Gerdrauten tag [17 März] wart das gemach im tuchhaus geraumpt und ie von 10 schefflein 6 pfenning geben, kost 11 pfunt alt 6 pfenning.

Im 73 jar in der palmwochen [11–18 Apr.] wart das gemach pei dem weissen turen geraumpt und von 2 schefflein 3 haller geben, das kost 24 pfunt alt.

[216b] Im 73 jar zu sant Ambrosius tag [4 Apr.] wart das gemach im marstal geraumpt und ie von 1 schefflein 1 haller geben, slechtz doselbst in die Pegnicz zu schüten, und hot gekost 7 pfunt alt 12 pfenning.

Anno 1474.

Im 74 jar zu sant Gregorgen tag [12 März] wart das gemach auf der Peunt 2½ nacht geraumpt, von 3 schefflein 5 haller, kost 24 pfunt alt minder 4 pfenning mit allen dingen.