Wir Sebaldus von gottes genaden abte des closters zu sant Egidien in Nüremberg, sant Benedicten ordens, Bamberger bistumbs, bekennen und thun kunt gen meniglich mit diesem brieff, das wir einen permetein brieff mit des ersamen und weisen Jorgen Kolers anhangendem insigel besigelt ganczen unverserten gesehen, verlesen und gehort haben. derselbe brieff stund und lautet von wort zu worten wie hernach geschriben stet: Ich Jorg Koler, an der zeit der fürsichtigen und weisen meiner lieben herren und freunde des rats der stat zu Nüremberg richter zu Werde, thue kunt mit diesem brieff, das für mich komen in gericht Andres Stromer zu Nüremburg und clagt auf die müll und wasserfluß zu Werd mit allen iren zugehorungen besucht und unbesucht dorumb, wie das er einen drittail der Pegnitz des wasserfluß oberthalb Werde haben solle an der werspitzen als dan recht und von alter herkomen ist, und auch alsdann vor zeiten derselbe wasserfluß getailt wer worden und im ein drittail zugetail were, das dem also sei, so dingte er sich des an den erberen Hannsen Graser zu den zeiten paumeister zu Nüremberg, der von rats wegen darzu gegeben worden were, das er der eltsten manne vier dorumb verhoren solt; die derselb Graser verhort het, den kunt und gewissen dorumb wer. solch sag er dem rate zu Nüremberg wol erzelt het, wie und was die gesagt hetten, der dann Jorg Haller zu Nüremberg, den die sach anrürte, und sein gemeiner zwen darczu gestelt hetten [210b] und der vorgenant Stromer zwen; in derselben sag sich clerlich erfunden hab, das er ein drittail wasserfluß haben solt. auch so het der erberg Mathes Ebner, an der zeit spitalmeister zu Nüremberg zu dem newen spital, dem genanten Andresen Stromer selbs zugesagt, das er dem rate zu Nüremberg zugesagt het, das sein müllner zu Nüremberg am Sant bekentlich wer, das er ein drittail an dem wasserfluß het. nun heten etlich müllner, die dann vor zeiten die müll ingehabt heten, den mülen zu Werde und am Sant zu Nüremberg, den werd an der Pegnitz, dorauf die marckung gegangen wer, demselben werd und andere arbait mit pferden und auch sust außgearbeit und geraumbt nach der teilung des wasserfluß, dodurch im sein wasserfluß entzogen worden sei, das dem Graser auch wissentlich were, das etlichen unter den vier mannen, die verhort weren, clerlich gesagt, die das selber gethan hetten, domit der wasserfluß sein ganck so großlich gen Werd genomen het, damit im sein drittail gemindert worden sei und von tag zu tag so sere entzogen würd, das er des nicht lenger geleiden mocht. dorumb so hoffet der genant Stromer zu got und dem rechten, das sie billich ein gotliche, gleiche, bestendige taillung mit im thun sollen nach werckleut rate, die sich auf die wasserflüsse verstunden, also das im sein drittail der Pegnitz volge und werd, und geschech des nicht, so müste er die müle unsern herren vom rate für die gult ligen lassen, und was das zu pawen kostet, das solte man billich bezallen nach anzall des wasserfluß; das alles saczt er zum rechten und zu den werckleuten, die dann wol verstunden und westen, was solcher dinge recht were, des kunn er on gerichtz hilf von in nicht bekomen, daran man in beschedigt het umb tausent guldein. das verantwort mit fursprechen der vorgenant Jorg Haller und laugent der beschedigung und sprach, als der obgenant Andres Stromer einer teilung meldent wer, antwort er, er het auch wol gehort, das von alter ein rechtliche kuntschaft und teilung geschehen were, desmals schaidpfall und werspiczen gestossen weren, und des genanten Andres Stromers anher selig alle koste und lün der vorgenanten werspiczen allein bezalt het, und der müllner zu Werd dorft an den kosten nichtz geben. und als er in seiner anclag meldet, wie die vier mann, die er und sein [211a] gemeiner und auch der Stromer gestelt heten, durch derselbigen sag sich clerlich erfunden het, das er ein drittail wasserfluß haben solt, getraut der vorgenant Haller, das sich das nit erfinden solt und begert Mangolten Ammann und Heinczen Erlbach, bede zu Werde gesessen, ir sag, die sie gethan hetten, dorumb zu verhoren, die sie dem vorgenanten paumeister in geschrift gesagt hetten, in derselbigen ir sag man wol vernemen wurde, wie vor alter bede vorgenant taillung der mulberck geschechen weren und das der fluß auf die müll gen Werd wertz zwei teil landes halben weit und der fluß gen der schleifmül, die ieczunt die pappirmüll haisset, der drittail des landes halben weit sein und furpaß bei solcher teillung und weiten ewige zeit pleiben solten. und solchen drittail der weiten der genant Stromer mer het auf den heutigen tag nach anzal dan er. und als der ieczgenant Stromer mer meldent wer, wie vor zeiten ein werde, dorauf die markung gegangen wer, mit pferden außgeraumbt und gearbeit wer, sprach der vorgenant Jorg Haller, davon weste er nichtz, dann hete im iemants die markung zu geverde außgeraumbt, mit dem mochte er wol gefaren als recht were; aber derselb Jorg Haller und sein sweher seliger heten das erb der müll zu Werde mit allen rechten und wasserflüssen gekauft, des er brieff het und begeret, die dorumb zu verhoren, und heten die also in gewere herbracht lenger dan lands recht were, und hoffte, er solt billich dobei pleiben. und sein sweher selig und er hetten kein endrung daran gethan und irem fluß nichtz zu hilf geraumt; aber der vorgenant Andres Stromer und sein gewalt hetten Cunraten Paumgartner zu Nüremberg und dem Lorheublein zu Werd iren wisen, die do genseit der werspiczen legen, die rangen und stock daran hingehawen und geraumbt, domit er die weiten seins wasserfluß geweit het, also das er pei 3 schuen weiter het dann der obgenant drittail wer, dorein im der obgenant Jorg Haller uncz her nichtz geredt und das von gelimpfs und beschaidenhait wegen gedult het. und als der vorbenant Stromer mer berürt umb ein [bestentige] taillung des wasserfluß, sprach der genant Jorg Haller, wie das bei funfundviertzig jaren ein rechtliche kuntschaft gescheen wer und sechs [211b] unverworfen manne, die sich über wasserfluß verstünden und westen, und die dann von beden tailen der obgenanten mülberck darzu geben weren, ein gleiche bestentige teillung der wasserfluß beder mülberck gethan und getailt heten, als sie das auf die glübd und aid nach kuntschaftrecht ein bestentige teilung desmals geschehen und die wasserfluß beder mulberck getailt weren und die teilung noch weren, als dan ein schaidpfal und werspicz gestossen ward, die noch do zu zaichen der vorgenanten teilung in der Pegnitz verhanden stünden: und also getrawet der genant Jorg Haller, das er kein andere teilung mit dem vorgenanten Stromer dorumb nit thun solt, sunder das er billich bei solcher vor berürten redlichen kuntschaft und bestentiger teillung und werspicz und er auch bei seiner erbsgewere nach inhaltung seins berürten kauffbriefs beleiben solle; wolle aber der genant Andres Stromer seinen wasserfluß tieffer raumen, als dann sein anherr und vater seliger und er auch selbs oft gethan lassen haben, des sei er nicht werend, und wer im dorüber an seinem zuspruch nichtz schuldig. nach clag und antwort wart ertailt, das man den vorgenannten Hannsen Grasser dorumb verhoren solt und nach seiner sag solt gescheen was recht were. nachdem komen die obgenannten Stromer und Haller wider fur mich obgenanten richter in gericht. do horten zwen gesworen schopfen dicz gerichts zu Werde den genanten Graser und nach der verhorung laut und sag und auch nach clag und antwort, als vor berurt ist, wart die urtail von den schopfen des gerichtz zu Werd mit gemeiner volg fur den erberen und weisen rate der vorgenanten stat zu Nuremberg geschoben, sie dorumb zu entschaiden, umb das die genanten Stromer und Haller bede burger doselbst weren, und auch derselb rate der vorberürten beide mülen recht erbherren und [eigenherren] weren; wolt dan derselb rate die urtail bei im behalten, das wer in lieb, schüb aber der rat die urtail wider fur das gericht gen Werde, so wolten sie nach rate und weishait der erberen rats zu Nüremberg furpaß dorumb ein urtail sprechen nach irer verstentnus und vernunften, als recht wer. nachdem wart die urtail wider für ditz gericht gen Werd geschoben, sie auf bedeseit dorumb zu entschaiden und urtail zu sprechen. und also nach clag, antwort und nach der verhorung laut und sag ist ertailt: als der obgenant Andres Stromer in seiner [212a] clag meldt, das er ein drittail des wasserfluß in der Pegnicz und der genant Jorg Haller zwei tail dorinn haben sol, des im der ietzgenant Haller bekentlich ist, das es furpaß also pleiben sol, und sollen leut doruber furen, die pew erkennen künen, und ob pawens not wer, so sollen sie das pawen lassen. und als der genant Jorg Haller geantwort hat, wie das des vorgenanten Andresen vorfaren solch pew vormals von ir selbs koste und lon bezalt hetten und der müllner zu Werd nicht, getorst dann der Haller zu got und den heiligen sweren, das dem also sei, so wer er an solchem gepew nichtz schüldig; tette er aber des nicht, so sol er zwei tail und der Stromer ein drittail an den pewen bezallen. und als sie bede meldten, wie das ein weiterung mit werden, stocken und außraumung gescheen were, der des unter ine nicht ligen mocht lassen, welcher die weste, der mocht die mit recht anlangen und die rechtvertigen, als recht ist. und also wart dem vorgenanten Haller ein schub zu dem rechten gegeben. nachdem kamen sie aber auf peder seiten wider fur gericht mit fursprechen; do bekant der genant Haller, wie er dem vorgenanten Stromer von des artickels wegen umb den paw nit sweren wolt. dorauf ist ertailt worden, das der ietzgenant Stromer den ieczgenanten artickel von des pawens wegen erstanden hab, also das der vorgenant Jorg Haller zwen pfenning und der Stromer ein pfenning bezallen sollen, was das also furpaß an der werspiczen zu pawen costen wirt on geverde; und besunder umb den artickel von des wasserfluß in der Pegnicz an der werspiczen oberhalb Werd gelegen, als vor im spruch begriffen ist, als dann urtail und recht gegeben hat, ob sein not tet zu pawen, das man werckleut doruber furen soll etc. also haben die obgenanten Stromer und Haller darzu gepeten den vorgenanten erberen und weisen Hannsen Grasser, paumeister, und die ersamen meister mit namen Weigelen, gleißmüllner. Thoman, müllner, Heincz Lang, müllner, alle drei von Nüremberg, Cunraten Hell, müllner zu Wirczpurg, und Friczen Praut, mulner zu Peyrstorff; sie alle solcher teillung nach ze gen und zu thun nach gefallner urtail, und waß sie dorinn tetten und tailten, das dann die genanten Stromer und Haller das also genczlichen stet halten wolten an alles geverde. nun haben die vorgenanten meister und werckleut ir ieder besunder bei seiner waren trew an aids stat solche tailung der wasserfluß von beider [212b] müllberck der Gleißmül und der mül zu Werd gegeben und getailt also, das zwei tail auf die müll gen Werd und der drittail auf die Gleißmül geen sollen, und des zu worczeichen der vorgenanter taillung und wasserfluß mit pfelen verzeichent und das [sie] nach vor obgemelter urtail pawen sollen, auch ietweder tail hinter den pfelen landes halben bewaren, das kein wasser darhinter hinweg gee, darmit sich sein wasserfluß meren mocht, ongeverde. doch unterhalb solcher vorgenanter verpfellung und teilung sol und mag ietweder teil sein wasserfluß raumen und fegen lassen ongeverlichen, als vil als ein ieder seins fluß genissen wil. und das geschach am nechsten Freitag nach sant Lorenczen tag [13 Aug.] anno etc. im funfundvierczigisten jare. und nachdem komen die vorgenanten Stromer und Haller wider fur gericht und paten mich obgenanten richter zu fragen einer urtail, ob man ir iedem dieser gefalner urtail und teilung icht wol billichen durch recht urkunde geb. dasselbe wart in mit gemeiner volge und urtail ertailt, doch unschedlichen der obgenanten meinen heren des rats an allen iren rechten, zinsen und eigenschaften, die sie daran haben. des sind urtailler gewest die ersamen manne mit namen Ulrich Mantel, Wilhelm Peyer, Hanns Hoffman, Reinhart Kempf, Seitz Protsorg, Ott Lang und Hanns Münch. der brieff ist geben nach Cristi gepurt vierzehenhundert und in dem sechsundvierczigsten jare an sant Anthoni tag [17 Jan.] des heiligen abts. und des zu waren urkunde so haben wir obgenanter Sebaldus, abt, von vleissiger pete wegen unser abtey insigel, doch uns und unserem nachkomen unschedlich, offenlich thun hencken an ditz vidimus, das geben ist am sampztag nach sant Michels des heiligen erczengels tag [3 Oct.] nach Cristi unsers lieben heren gepurt vierzehenhundert und im zweiundsibenczigisten jaren.

In dem 72 jar zu Michaelis [29 Sept.] wart in eim erberen rat verlossen auf anprengen der clingensmid auf dem unteren hamer zu der Hadermül, die sich beclagten, das sie ein swachen welpaum hetten und dopei in kürcz am zins seer weren von eim erberen rat erhocht [213a] worden, und nochdem sie arme meister weren, vil kint und ehalten hetten und man den auf dem anderen hamer ob in ein welpaum bezalt hette, peten sie, in auch ein zu bestellen. so wolten sie das eissenberck, so doran wer auch künftiglichen dorpei lossen, so sie abzügen, als sich die anderen meister des oberen hamers des dann auch hetten begeben, dann sie mochten sust die zapfen [und] ring von dem welpaum nemen noch laut der zettel zwischen in und der Stromerin erstlich außgangen. dorauf sach ein erber rat ir pet und vermügen also an und befalch mir, in ein welpaum zu bestellen und zu bezallen, den ich bestelt vom Herman, müller von Viczenczenprun, und kost herein piß anf die hoffstat uneingelegt pei 55 pfunt alt. der welpaum was lanck 24 schuch und dick pei 3 schuen. item die meister zu dem hamer heissen Dietz Löbenschrot, Jacob Wienig, Thoman Heydinger, Nickloss Swingsherlein, Heincz Klingennagel, Fridel Leyter und Peter Hedler.

Anno 1472.

In dem 72 jar am sampztag nach Martini [14 Nov.] ließ ich dem Gabler in der Wechsel pei dem schün prunnen sein heimlich gemach raumen, nochdem im das an der roren im keller durchprach und außging, des der Gürtler noch kein nachtmeister nie gedacht zu raumen, oder wo man das ie hett geraumpt. also ließ ich unter der Wechsel im keller ein loch in die roren prechen, dordurch die nachtmeister pei 40 schaffen heraus prochten die ersten nacht. dornoch ließ ich vor der roren im keller durch den estrich untersich prechen, do vant man ein grosse schalen von Kornperckstein unter dem estrich, und als man die erhub, fant man ein halb gerundt mawerberg geleich eim prunnen, das als voll was von unlust, dorauß man die andern nacht pracht pei 320 schaffen; darvon gab ich ie von 2 schaffen drei haller. also raumpten sie das pei eim man thieff unter dem estrich, also das sie im lautteren wasser stunden piß an das knie, und als die nachtmeister sagten so weren sie auf dem rechten grunt gewest, und waß sie von wasser herauß schopften, so lieff albeg sovil wider zu, das dasselb wasser in einer hoch beleib; do liessen sie davon. [213b] und der kast des dings ist ein alter prun und unten seer weit in ein geründt gemaurt und oben eingezogen. also hab ich dieselben Kornperck schalen wieder daruber legen lassen, und die roren des prunnen hocher erbeben, also das die schall dorauf am tag und geleich dem estrich im keller gelegt ist. dorpei man künftiglich eigentlich sicht, das man dasselb gemach doselbst raumen mag.

Am ertag vor sant Elspeten tag [17 Nov.] im 72 jar hat Wilhelm Löffelholcz und ich von befelhnus eins erberen ratz verkauft Sigmunt Peßler und Katerein seiner elichen wirtin, die er iecunt hat, ir peder lebtag auß und nit lenger die behausung und hoffreit vor Frawentor pei der Hadermüll an der Pegnicz gelegen mitsampt dem garten und wissflecklein dopei und auch dem wisslein jenset der Pegnicz gelegen, des alles pei 2 tagwerck, und als im das alles außgezeigt und vermarckt ist, mit allen und ieden iren nuczen und rechten, nichtz außgenomen, gleicher weis und in aller der moß als ein [erber] rat das innen gehabt, gepraucht und herprocht hot, ungeverlich etc. umb 70 guldein reinisch. das als mugen sie prauchen, inhaben und niessen als ander ire güter, doch das sie das in zimlichen paw und wessen ir lebtag auß halten sullen. des hat im ein erber rat ein brieff geben mit dem secret anhangenden sigel, der dann ist gereigisterirt in das statpuch a fol. 215. der meinung geleich hot er wieder ein refers geben unter sein auch Jobst Teczels und Jeronimus Hallers anhangenden sigelen, des datum stet am sampztag noch sant Elspeten tag [28 Nov.] im 72. jar; und derselb ist mit den 70 guldein rein. in die losungstuben kumen.

Es ist zu wissen, das Hanns [Folckmer] als ein pfleger zu sant Marta auf vil freüntlichs ersuchen und füerpittens, so der Gürtler an in gelegt hat von [214a] eins heimlichen gemachs wegen, im das zu vergunnen auß seinem haus in sant Marta garten graben zu lassen etc. darauf Hanns Folkamer angesehen hat, das ein erber rat trupf und liecht vor auß der Peunt in denselben sant Marta garten hatt, und verwilligt ein grüblein, das dan unter der erden vier schuch weit und vier schuch preit, auch pei 7 schuchen hoch und mit Kornperckstein gewelbt, auch darauf eins schuchs dick erden geschut, also das nichtz an dem tag ist dann ein gemaurte roren, dorinnen ein stull unten in des Gürtlers haus gericht ist, doch also das man künftiglich dasselb gemach nicht durch sant Marta garten, sunder durch des Gürtlers haus außraumen und furen soll. das alles ich von der stat wegen dem Gürtler und andern künftiglichen in demselben haus wonhaft zu gut hab machen lassen etc. das geschehen ist zu sant Katerein tag [25 Nov.] im 72. jar.

Anno 1473.

Auf mitwoch nach sant Paulus tag bekerung [27 Jan.] im 73 jar in herr Jobst Hallers und Anthoni [Holtzschuchers] frog wart vergunt auf fürpet des wirdigen herrn des probstz zu Newnkirchen und anderen umbsessen der lantschaft do umb, ein steinen prücklein uber die Swobach machen zu lossen auf iren kost zwischen [Newnkirchen] und Dormencz. und dorzu vergunt man in stein auf des reichs poden noch rat des amptmans am wald zu prechen, auch vergunt man in darzu zu pettelen vor under lieben frawen cappelen und doch das alleß also zu machen auf eins ratz abschaffen, wen ein erber rat wolt, das sie dann dieselben pruck wider abprechen solten.

Am ertag nach sant Pangraczen tag [18 Mai] in dem 73 jar wart in einem erberen rat verlossen in Jobst Hallers frog und mir bevolhen zu sagen, das [214b] ich dan thet dornoch am eritag vor sant Erasmus tag [1 Juni], und sagt dem Groper, hantseger auf der Schüt, auch dem seger am wasser zu Wert und dem seger zu der Weidenmüll, auch der stat seger auf dem Newenpawe, wie das in ein erber rat allen sagen und verpieten ließ, hinfür kein linten mer zu schneiden, pei der puß 1 pfunt novi, un laub eins erberen ratz. und ich gab in dorzu frist, das solch verpot angeen solt auf pfingsten dornoch schierst; das was a die 6 zungio im 73 jar.

Es ist zu wißen, das sich Endres Tucher, die zeit der stat paumeister, an stat und von wegen eins erberen rats hie zu Nüremberg vereint und vertragen hat mit Thoman, Eberbart und Paulus den mülnern, gepruderen, Thoman mülners seligen [sünen] in der newen müll auf dem Newenpawe in sant Laurenczen pfar, und das segrat, doselbst unten an derselben iren müll gelegen, von inne zu der stat notturft bestanden, mitsampt allem gezeug dorzu gehorend, funf jar lang, und sol domit kunftiglichen antretten zu aller heiligen tag im dreuundsibiczigsten jare, und ine alle jar davon geben allwegen zu aller heiligen tag zweinczig guldein reinisch. und doruff so hat ine der benant Endres Tucher von gemeiner stat gelt par und vor daruff hinauß gelihen hundert guldein reinisch, derselben kunftiglichen alle jar zwainczig guldein fur den zins daran abgeen sollen, als lang, piß dieselben hundert guldein reinisch bezalt werden etc. auch ist beredt worden, was in den künftigen funf jaren gepruchs im grunt oder ob dem wasser an der hutten, darunder die segen stet, gesche, das alles sullen die benanten muller machen lassen on der stat kost und schaden; was aber schadens an dem segrat, welpaum, kamprat, wagen, stroß, schragen oder gatter, darein das segeplat gespant ist, gesche, das sol ein paumeister machen lassen, und darzu das segrat mit schaufelen und panten die zeit der funf jar versehen on der müller kost. und was auch von den [215a] segpaumen spen gehawen und rinten geschelt wirt in der zeit, die sullen des müllners sein; waß aber von segspen dovon gefallen und werden, die sollen des segers sein. wenn dann die funf jar also vergangen und auß sein, so soll ine ein paumeister den obgenanten mülleren und iren erben dasselb segrat und segmül wider ledig sagen und dopei lassen, was in der zeit und jaren daran gemacht worden wer, mitsampt einem segplat, zangen, hebeisen, wenthacken und allem gezeug und in aller der maß, als man das von den mülneren bestanden hat, alles ungeverlich. und ob die mülner in denselben jaren ichts zu schneiden hetten, das sol in ein paumaister schneiden lassen umb ein zimlichen pfenning als anderen leuten ungeverlichen. des alles die obgenanten müller fur sich und ir erben in des gerichtz [briefbuch] an dem hundert und zwaiundviertzigisten plat auf ertag nach sant Margreten tag [6 Juli] vor Johannes Tuchscherer also bekant haben. auch sein dieser außgeschnitten geleich lauttender zettel zwu gemacht, der eine der stat paumeister, die anderen die obgenanten müllner haben.