Nochdem und man die fewerschaff in den schaffhutten, der dan 6 in der stat sein, hot lossen abgeen um deswillen, das man den fewermeisteren und sust an andere ent in der stat mer liderein eimer geben hot etc., also hot man bestelt in dieselben schaffhutten in iede hutten 2 karen, darauf wasserfaß gepunten, und do pei iedem karen ein schuffen ist, und mit den kernern bestelt, die hie in der stat auf dem pflaster faren, und die außgeteilt nachdem sie siczen in der stat zu ieder hutten ir zwen, in auch iedem ein slussel geben zu denselben hutten, also wen fewer außkum, do got lang vor sei, das sie dann mit iren pferden die keren hollen und wasser zu dem fewer furen sullen, dorumb man in dan auch lunt, welcher der erst, der ander oder dritt ist, als anderen, die mit den sleipfen wasser zufuren.
[FEWERPÜCHEL.]
[1a] Nota ein ordnung und geschick ob fewer hie in der stat außköme, wer dartzu lauffen oder mit was zeug ein yeder, der dartzu geordnet wirt, kumen, und wie es damit gehalten werden sol.
Zum ersten, ob des nachts ein fewer außköme, man slüg an die sturmglogken oder nit, so söllen die scharwachter das den hauptleuten, die über das fewer gesetzt sind, und auch den vierteilmeistern desselben vierteils, do es innen prynt, on alles vertziehen zu wissen tün, und die scharwachter söllen darnach von stund an wider an ir ordnung der wach geen. so süllen sich die obgemelten hauptleüt und vierteilmeister denn von stund an zu dem fewr fügen, die leüte, die dartzu gehören, anschicken und ordinieren und nach dem besten darob sein, das sölich fewer gelescht und andre ding nach notdurft fürgenomen und gehandelt werden.
Es süllen auch die scharwachter unter dem rathaus, wenn fewer aufgeet, das von stund an den burgermeisteren und auch den hauptleuten, die über das fewr gesetzt sind, und auch dem [1b] soldnermeister zu wissen tun, wo es prynt; doch das ir einer oder zwen allwegen unter dem rathaus bleiben süllen.
Es süllen auch alle scharwachter gepunden sein, wenn des nachts fewer außkumpt, das sie denn allenthalben dest fleissiger in irem gang und in irer wach seien, und dabey ir emssig aufsehen haben, ob sie yemant sehen, der sölich außgeworfen oder außgetragen habe oder gute geverlich hintragen oder empfremden wölt, das sie dem oder denselben dann nachgeen und mercken, wa er eingee, und das fürbas den hauptleüten, die über das fewer gesetzt sind, oder einem burgermeister zu wissen tüen.
Und wenn fewer aufgeet, so süllen von stundan dartzu komen die gemeynen frawen, alle ableger, schröter, die knecht in der wag und die sechtzehen zymmerleüt und acht maurer, die alle meister und benennt und zu leschmeisteren darüber gesetzt sein, ir yeder mit seinem zewg, auch alle bader, ir yeder mit seinem gesynde und seinen kübelen und schefflachen, und dartzu getrewlich [2a] helfen arbeiten und gehorsam sein, damit sölich fewer gedempt wirt.
Es süllen sich auch alle püttel, wenn fewer aufgeet und so bald sie des gewar werden, von stund an dartzu fügen und sich nemlichen von einander unter das volck myschen und tailen, die leüt gütlich anschreyen und in raum machen und dabey ir emssig aufsehen haben, ob die leüt daselbst ir habe außtrügen oder außwürfen, das in das nyemant dieplich hintrag oder verdrucke; und ob sie yemant sehen, der sölich habe oder gut geverlich hintragen und empfremden wölt, das sie dann die hanthabten, wo es als geverlich und ryng person weren, und dieselben ringen person zu den vierteilmeistern oder hauptleüten bey dem fewer fürten, und nachdem die gehört werden, das denn dieselben hauptleüte gewalt haben süllen, die sache fürbas mit denselben leüten zu handeln und zu halten nach irem gutduncken.